Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Speis & Trank

Gedichte, in denen Speisen oder Getränke die Protagonisten sind!


  • Dosa & das sechshundertfünfunddreißigste Gedicht

    Tauben vorm Taj Mahal Palace

    Die Sehnsucht der Papillen

    All die Namen vom köstlichen indischen Essen
    Hab ich, kaum verdaut, auch schon wieder vergessen
    Und was dann daheim so im Magen verschwand
    Serviert von manch Indien-Kostümrestaurant
    Verriet nur – als Fazit von diesem Gedicht:
    So zumindest hieß es nicht!


  • Les Colombes & das sechshundertdreizehnte Gedicht

    Les Colombes in der Heilig Geist Kirche

    Von Herzen (doch im kleinen Rahmen)

    Ich kaufte meiner alten Mutter
    Eine Schaufel Taubenfutter

    Auch eine Traubenzuckertafel
    Verkraftete noch das Geburtstagsbudget
    Einschließlich eines – laut Packungsgeschwafel –
    Tagesbedarfes an Vitamin C

    „So“, sagte ich
    „Das ist beides für Dich!“

    Eine Schaufel voller Futter –
    Gutes, das auch Tauben schmeckt!
    Plus der Trauben Zucker, Mutter –
    Wo noch Vitamin drin steckt!

    „Ach, ich bat Dich doch nicht so viel auszugeben …!“
    Ich nick‘ nur mit Blick auf die Sachen, sag: „Eben!“


  • Grünwalder Forst & das sechshundertelfte Gedicht

    Gehege im Grünwalder Forst

    Die Anmut der Rehe als Menu

    Wir beschwärmen mit unsrer Debattengewandtheit
    Im Bahnhofs-McDonald’s die Anmut der Rehe
    Unser gieriger Schlingtakt der Fastfood-Verspanntheit
    Kontrastiert mit solch Makelentschlacktheit. „Ich sehe
    All die Paradomestiziertheit des Rehs
    Im Lichte der Dickichtverluste der Neuzeit!“
    Sprach ich zwischen Pommes und Du sprachst: „Ich seh’s
    Als ein Demutsorakel: Erkennt, dass Ihr scheu seid!“

    Jeder Burger-Belagbalg enthemmt sich ins Rutschen
    Und nötigt uns, Hände und Finger zu lutschen
    Wir saugen versonnen an Refill-Getränken
    Da wir still der Anmut der Rehe gedenken


  • Isarkiesel & das sechshundertfünfte Gedicht

    Isarkiesel

    Uneinig

    Gleicht nicht allein ein Ei dem andern,
    Weil dies Ei gleichfalls jenem gleicht –
    Ein Gleichungsweichensteller eifrig
    Schon Ei-chen auf ihr Ei-Sein eicht?

    Weiß irgendeiner, wann ein Ei –
    Auf Stufe Eins der Gleicherei –
    Die eigentliche Eier-Form
    Bestimmte einst zur Eier-Norm?

    Du weißt das nicht, wie ich Dich kenne!
    Fragst immer noch, ob Ei, ob Henne –
    Wer von den zwei’n war gleich dabei?
    Es kommt drauf an, Mann, welches Ei!

    Du meinst, da gleicht doch eins dem andern?
    Zurück zur ersten Zeile wandern!


  • von Wittelsbach & das sechshunderterste Gedicht

    Reiterstandbild Herzog Ottos von Wittelsbach

    Süßer Gries

    Schnitzt aus meinem Schädelknochen
    Euch ein Elfenbeinbesteck

    Schmeißt, was vorm Dessert zerbrochen
    Und auch all die Selfies weg


  • Anse Cunat & das fünfhundertdreiundsiebzigste Gedicht

    Anse Cunat

    Eierpopeia

    Dies Restchen eines früh’ren Meers
    Würzt etwas frech mein Ei
    Als stummes Vermächtnis
    Und Beachball-Gedächtnis

    Ich schürz die Lippen und verzehr’s
    Und denk an nichts dabei


  • Tegernsee revisited & das fünfhundertsiebenundvierzigste Gedicht

    Tegernsee

    Nich‘ mein Bier

    Ach, ‚Se hätten gern ’nen Tee?
    Jetten’Se gen Tegernsee!


  • Buchmesse 2017 & das fünfhundertneununddreißigste Gedicht

    Buchmesse Leipzig 2017

    Die erste Version von „Slammed!“ ist vollendet – passenderweise zur Leipziger Buchmesse. Und ein Verlagsvertrag unterschrieben …

    Stammwürze

    Ich würze nur mit Petersilie und Lauch
    An schwierigen Tagen geht a Liebstöckel auch
    Doch Majoran und Koriander
    Bringen’s zu sehr durcheinander
    Das brauch ich gar nicht zu entdecken
    Hat auch der fremder Länder Brut Flut
    ‚Ne Freud dran, hin und her zu schmecken –
    Ich weiß, was meinem Magen gut tut
    Und das Normale schmeckt nur fad
    Weil es in einer Ordnung harrt
    Ein Teller ist halt kein Bazar
    Wenn’s euch gefällt – na, wunderbar!
    Ich muss nichts Unbekanntes kauen
    Vom Tellerrand nach sonstwo schauen

    Ich würze nur mit Petersilie und Lauch
    Und an schwierigen Tagen tut’s a Liebstöckel auch
    Vom Würzen wird der Mensch nicht satt
    Grad, wenn es keine Ordnung hat
    Und Majoran und Koriander
    Die machen schwirr und durcheinander
    Was soll man da jetzt übertreiben?
    Was richtig war, darf’s doch auch bleiben
    Integrieren ist löblich, nur nicht gleich ins Essen
    Wir haben hier so was auch sonst nicht gegessen!

    Mag sein, dort locken arabische Schätze
    Und da asiatischer Kräuterfuror
    Erspart mir die Mätzchen osmanischer Meze
    Ich muss auch nicht essen wie irgendein Mohr
    Ein Teller ist halt kein Bazar
    Mir rücken die Würzstreuer einfach zu nah!
    Schon droh’n sie: Wir kämen schon auf den Geschmack
    Und treten das Glück unsrer Ordnung zu Scherben
    Bald führt uns kein Weg mehr zurück und dann, zack:
    Wird die letzte Kartoffel an Rosmarin sterben!

    Ich pflanz‘ auf ihr Grab Petersilie und Lauch
    In solch schwerer Zeit ginge Liebstöckel auch
    Und andres Gewürz kommt mir nicht in den Bauch!

    So will es die Ordnung, so will es der Brauch …


  • Schneebälle am Stadtmuseum & das fünfhundertvierte Gedicht

    Schneebälle am Münchner Stadtmuseum

    Flüchtige Bekanntschaft 1: Am Buffet

    „Riechen Sie mal! Hier – das riecht fast wie Käse?!
    Doch es ist: … mein Ohrenschmalz!“
    Die Frau schreckt hoch und schaut sähr bäse

    Kurz beeindruckt, jedenfalls


  • Poor Man’s Paradise Garten & das vierhundertzweiundneunzigste Gedicht

    Tukan in der Drake Bay

    Die Röstung

    Der hässliche Kaffee kann sehr hässlich sein
    Doch schmeckt er auch grässlich – er muss in mich rein!
    Das bin ich den Bohnen
    Die tief in ihm wohnen
    Gereift und geröstet, doch mindestens schuldig
    Man kann sich gewöhnen
    Ans Schluck-um-Schluck-Stöhnen
    Die tropische Bergwelt gebahr ihn geduldig!

    Protestiert auch der Gaumen und der Magen sagt: „Nee!“
    Er bleibt als Vermutung noch immer: Kaffee


Die 254 Städte/Länder der Fotos (2016-2025)


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