Ja, diese Welt ist voller Wunder! (bei einer gut geschüttelten Flasche griechischen Weins)
Johannisbeeren oder „Ho, Yanis: Reben!“ –
Irgendwie scheint es doch alles zu geben!
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten
Meine Heimatstadt, obschon 1998 gen Hamburg verlassen, ist immer noch jedes Jahr für mindestens sechs Auftritte und unzählige Zwischenstopps gut.
Jede Menge Essen-Gedichte finden sich in meinem Buch „Büdchenzauber und Zechenverse“ (http://www.conbook-verlag.de/buecher/ruhrgebiet/)

Ja, diese Welt ist voller Wunder! (bei einer gut geschüttelten Flasche griechischen Weins)
Johannisbeeren oder „Ho, Yanis: Reben!“ –
Irgendwie scheint es doch alles zu geben!

Da müssen wir noch mal drüber diskutieren …
Die Schwerfälligkeit und die Unendlichkeit – Sie verzahnen sich in ’ner Umarmung. Sie schlürfen die Pfützchen verbliebener Zeit Und die Ungeduld winkt zur Besamung.
Ach, schwerfällig zieht sich die Längstfälligkeit Um den Euter von jeder Entscheidung. Eh die mich behelligt, bin ich sie schon leid – Ob der Zähigkeit ihrer Vermeidung …
Die Verspätung erleidet Bezugspunktverlust
Und verstetigt sich ohne Gewissen.
Es entblößt die Verödung ’ne tranige Brust –
Und aller Elan ist verschlissen!

Löwenzahnlehre
Es tränkt der Wintertage Regenmasse
Das Gelb vom Löwenzahn.
Nun leuchtet warm das vordem Nasse,
Prall angefüllt mit Blüh-Elan.
Wenn ich am steten Regenguss
Im Jahre später darbe,
Erinn’re ich den Überfluss
Als zahn’nden Quell von Farbe.

Das Entblühen
Im Nu der Maximalentfaltung
Fällt schon das erste Blatt.
Das Wachstum führt zur ersten Spaltung:
Erwach!/Blüh auf!/Ermatt!
Ein My an Müh wird aufgefahr’n –
Es scheint uns zu umspielen -,
Entfernt sich halbwegs durch sein Nah’n
Von kurz erspürten Zielen.
Im Lalala der Frühlingsseelen
Basst ausdringlich ein Ton.
Den kann die Blüte nicht verhehlen
Als Maß der Extinktion.
Weihnachten, Reprise
Die güldnen Lichter gehen aus,
Das Wintergrau wird dunkler,
Der Frost vervielfacht seinen Graus,
Die Frühlingsaussicht: unklar.
Das Licht an Ketten ist entwischt –
Vermocht‘ es nicht zu halten!
Ich trotze einer finstren Gischt
Und drohe mich zu spalten.
Der Marsch durch die Institutionen
So ein bisschen werden einfach mal frech
An ihren Reglern spielen:
Mal zieh’n wir prompt die Finger weg,
Mal frommt es uns zu zielen.
Sie akzeptieren unser Spiel
(wir zähl’n zu den Belachten).
Die Armatur lahmt unfragil –
Doch lässt sie sich entmachten!
In Innenstadtparks
Krähen und Tauben
Spähen und glauben,
Die Vogelfauna – das sind wir!
Für den Star und Albatros
Gilt ein solches Luft-Geschoss
Nur als C- bis B-Getier.
Abwesenheitsnotiz aus dem Halbfinale (Juli 2024, Rückblick 7c)
Die deutsche EM-Elf erhält nette Noten,
Doch stoppten den Sommertraum spanische Pfoten.
Abwesenheitsnotiz aus dem Cum-Ex-Prozess von C. Olearius (Juli 2024, Rückblick 7b)
Nach Millionen-Jonglier’n muss ich echt ersma schlafen …
Träumt ihr doch derweil von gerechteren Strafen!
Juni 2024 (Rückblick 6)
Viel ist vorbei-bye, Junimond –
Dabei war’n wir so viel Zementiertes gewohnt!
Doch Mandelas ANC verflacht,
Selbst Modi koaliert,
Derweil die Russ’sche Übermacht
Grad eignes Land verliert,
Und Volksparteien, einst aus Stahl,
Zerreißt’s bei der Europawahl …
Erstmals Wahl schon ab 16 – dann zeigt sich, oh je:
Je jünger die Stimme, je mehr AFD!
Und einen Hauch vorm Vollalarm
Befindet man, zum Gotterbarm,
Dass EVP und Von der Leyen
Ein annehmbares Übel seien.
Nur Macron zeigt Argwohn und beschließt: Wenn schon fallen,
Dann soll es auch richtig knallen –
Löst Le Grand Parlement auf, erzwingt neue Wahlen …
Man sorgt sich: Wie hoch wird er dafür wohl zahlen?
Doch lobt man ja Europas Krone
Im Juni auch im Fußball aus –
Da berührt uns die Restwelt mal echt nicht die Bohne
(hffntlchfliegnwa nichgleich inder Vorrunde raus …)!
So direkte Duelle erzeugen oft Leiden –
Das merkte recht schnell Mr. Tatter-Joe Biden.
„Ach, das Politisier’n ist doch albärn, mein Gottchen!“,
Meint Albärt das EM-Maskottchen,
„Klar, man besang Großalbaniens Nazistaatdichtung –
Im Strafraum gab’s ’ne Wolfgrußsichtung
Un den sintflutartigen Regen, ja gut!“
Im Süden herrscht Jahrhunderflut.
Schon wieder Jahrhun…?! Wie die Zeit doch vergeht,
Wenn’n Globus erst auf Highspeed dreht!
Wie lang ist der wohl noch bewohnt?
Wann ist’s vorbei-bye, Junimond?
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