Entschieden resigniert
Dort schließt was. Und da schließt was ab.
Es neigt, was Fläche war, hinab –
Das zeigt sich nicht dem Sehen!
Man nennt Termine, löscht den Grund,
Zuckt seufzend mit den Schultern und
Ist schon dabei, zu gehen.
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Entschieden resigniert
Dort schließt was. Und da schließt was ab.
Es neigt, was Fläche war, hinab –
Das zeigt sich nicht dem Sehen!
Man nennt Termine, löscht den Grund,
Zuckt seufzend mit den Schultern und
Ist schon dabei, zu gehen.

Zu lang geschwiegen
Zu lange schweigen
Heißt: Rhythmus vergeigen,
Abseits zu landen vom einstigen Reigen
Zu lang zu schweigen
Bedingt abzusteigen,
Heißt: Weißheit verbeigen,
Zertretene Zehchen,
Heißt: irgendwie sich ohne Nirgends verlier’n,
Dringt letztlich gesetzlich als Leerstand ins Hirn
Und kommt zum Ende nicht zur Ruh.
Trotz Likes zeigt sich dann Blut im Schuh.

Unter Essen
Meine alte Hood untergrundbähnlich zu queren
Und ihr irgendwie schändlich den Rücken zu kehren,
Zeigt, wie sehrstens entleert meine Seele schon ist
Und wie wehrlos sich manch eine Ära vergisst.
Da all ihr Wert nährt ein gemeines Verrinnen
Im Zärteln der Mär, es tät Neues beginnen.
Schoch tauch ich hier ab mit der Zeit, die ich habe –
Auch leidlich bereit für den Ausblick im Grabe.

Zum Vierteljahrhundert
Die Fliehkraft früh’rer Ewigkeiten
Zähmt längst ’ne Überschaubarkeit –
Und schon sind 25 Jahre
Ein handlebares Maß an Zeit.
Das scheint im Rückblick sich zu weiten
Zu 25mal ein Jahr –
Doch chillt die stillen Jubiliare,
Wie sehr erfüllend jedes war.
– – –
Mein persönlicher Ratschlag für Johnny und Ciesel:
Seid wie Bonnie und Clyde mit ’nem Tank voller Diesel!
Alle Rechte bei Melanie Rohrbeck, für die das Gedicht im Rahmen der Rio-Spendenaktion 2023 gekauft wurde.

Im Widerstreben
Ich werde womöglich mich nie dran gewöhnen,
Dass man sich an alles gewöhnt.
Sollt‘ ich denn dem Pool der Gewohnheiten höhnen,
Wenn alles in mir klagend stöhnt?

Neunostalgie
Und wieder fällt ’ne Tür ins Schloss
Und öffnet sich nicht mehr.
So stürmt die Zeit, die ich genoss,
Ins „Auch schon sehr lang her!“
Und wird dann als Gedichtbericht
Hier niemand‘ interessieren.
Ach, Gegenwart, ach, stör mich nicht
Beim Rekapitulieren!

Schönen Gruß an den Nachmieter
Normalerweis‘ bin ich zu Amei-
Sen doch eher gräuslich –
Heut scheiß ich drauf, weil raus. Ja, mei,
Dann macht’s euch hier fei häuslich
Und seid dem neuen Herrn am Herd
Sehr gerne eine Plage!
Lang fand ich euch bekämpfenswert –
Nun wünsch ich schöne Tage!

Die Nachmieter
Schon sitzt die Waffenindustrie
Bei mir auf dem Balkon
Ich war so sehr „Mich trifft es nie!“ –
Das hat man nun davon!
Die wringt jetzt bald ihr Pimmilein
In den verwaisten Bottich
Und etabliert das Unverzeih’n,
Malt alle Zukunft grottig.
Schon sitzt die Rüstungsindustrie
In meiner schnieken Wanne –
Zwar abgetaucht, doch sicher nie-
Mals eingeschäumt vom Funne,
Denn wir einst lieblich ausgekost‘.
Jetzt bürstet sich der Rüstungsrost
An Herrn von Zu’stens Pimmilein.
Ich wärm mich an mein‘ ärmlich‘ „Nein!“.
Wenn brünftig Euch auch Segen narrt,
Ihr Günstlinge der Gegenwart:
Das, was ihr mir genommen,
Berangt ihr nicht,
Verzwangt ihr nicht –
Ihr werdet’s nie bekommen!

Die erste Heimfahrt
Das erste Mal Heimfahrt zum neuen Daheim –
Und die Frage im Ohr, ob der Weg mich schon kennt.
Ich fäd’le ja stets jede Zeile zum Reim,
Meine Eilfertigkeit spornt die Leeren an: „Rennt!“
Ja, es ist noch zu früh, um ein Mehr zu erahnen –
Werd vorerst kleine Schritte geh’n
Auf um Baugruben weiters zu ziehenden Bahnen
Im Glauben, mich hinauszuleh’n.

Gleichlautendes
Es warnen hellste Umweltzungen
Im Ahnen grellster Umwälzungen.
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