Die Häufigkeit meiner Spaziergängerläufe,
Die oft schnell bereuten Low-Quality-Käufe,
Besäufnisse, die ich wohl zu selten scheute –
Das alles kam in die Bilanz, liebe Leute!
Jedoch besteht
Nicht viel Gefahr,
Dass sich was dreht
Im nächsten Jahr.
Ciao, Vierundzwanzig –
Es wird Zeit für dich zu geh’n!
Die Zeit mit dir war keine nette,
Und ich rauch schon wieder Kette
Und dann trink ich dich mir schön.
Du machtest zur Gewissheit
Wir driften jetzt dahin,
Dass nur die Populisten
Hier noch die Oberhand gewinn’n.
In allen Kontroversen
Verschärfte sich der Ton –
Es gab zu wenig Einseh’n
Und zu viel Aggression
Ciao, Vierundzwanzig –
Es wird Zeit für dich zu geh’n!
Die Zeit mit dir war keine nette,
Und ich rauch schon wieder Kette
Und dann trink ich dich mir schön.
Das Aufatmen sinkt in den See
Vom “ … is‘ doch gut gelaufen!“
Es singt in mir, derweil ich dreh‘
Vom Freudvoll-mich-Besaufen.
Die Haken und das Unbequeme
Bewirkten ja zurecht,
Dass ich mich nicht vom Wissen lähme:
„Bisher lief’s niemals schlecht!“
Gut, manche Wunden und Gefahren
Sind akut seit hundert Jahren
1924 schluckt, dass Sie versteh’n, was ich meine,
Die Sowjetunion die kleine Ukraine.
Die USA beschränken das Einwanderrecht,
Aufruhr in Georgien und in Deutschland, allmächd,
Löst Friedrich Ebert – ohne Mehrheit – den Reichstag auf.
Und ein junger Mann hat in dem Jahr seinen Lauf:
Zu fünf Jahren verknackt, im selben Jahr schon entlassen –
Hat gereicht, um im Knast sein „Mein Kampf“ zu verfassen.
Ja, Zweitausendvierundzwanzig war
Nicht nur „Zauberberg“ und Kafka-Jahr …
Da sind viel‘ Parallelen – aber auch Unterschiede!
Wenn wir die nicht mehr stärken würd’n, wär es perfide.
Schon bald werd’n die Greul hier, die Gräben und Sorgen
Um dieses Jahr, nächstes Jahr, heute wie morgen
All dies hier und auch wir im Zeitstrahl verdimmen …
Obschon unsre Meinung’n dann immer noch stimmen!
Sie merken: Statt des Vorhangs senkt sich jetzt das Niveau
Und markiert, dass wir durch sind mit unserer Show!