Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

  • Restplätze & das eintausendeinhundertdreißigste Gedicht

    Restplätze & das eintausendeinhundertdreißigste Gedicht

    Zum Output

    Plagt mich die Angst vorm leeren Blatt?
    Ich sage: „Nö.“ – das Blatt bölkt: „Wat?!
    Der Herr hier ist doch voll der Schisser,
    Vor Leere In-die-Hos-sich-Pisser!
    Wär er nicht von solch Angst getrieben –
    Wir wär’n noch beide unbeschrieben!“


  • Resteisdecke & das eintausendeinhundertneunundzwanzigste Gedicht

    Resteisdecke & das eintausendeinhundertneunundzwanzigste Gedicht

    Der Sargträger entdeckt einen Unterschlüpfer

    … und er sagt:
    Es ist untersagt,
    Sich unter den Sarg zu begeben!
    Denn
    Wenn nun der Sarg
    Unzerzagt
    Unvermittelt runtersackt,
    Zahlst du’s
    Mit dem Leben!


  • Kühler Grund & das eintausendeinhundertachtundzwanzigste Gedicht

    Kühler Grund & das eintausendeinhundertachtundzwanzigste Gedicht

    In einem kühlen Grunde

    Es scheint schon bedrückend, wie Dinge zerschwinden,
    Die vor ein paar Jahren noch Selbstverstand hatten,
    Seuft’s mich, angelehnt an den ewigen Rinden
    Der Wälder, zermürbt von den Wanderdebatten.

    Im Drinnen fehlt mir jetzt fürs Bleiben zu viel.
    Aber hier kann ich auch nicht verweilen.
    Als Erstes von Manchem zerschwand wohl mein Ziel.
    Und mit euch kann ich keines mehr teilen.


  • Outletcity & das eintausendeinhundertsiebenundzwanzigste Gedicht

    Outletcity & das eintausendeinhundertsiebenundzwanzigste Gedicht

    Der alte Mr. Ungefragt (und seine Kleider)

    Vermögen die Moden dich nicht mehr zu kleiden
    Und lassen die Trends dich nur elendig leiden?
    Bleib nackt.
    Sei pur und unverzagt –
    Du hast noch nicht genug gewagt.
    Lass den Sack immer sichtbar auf Tischplatten liegen
    Und die Welt einen Würgreiz vom Fischgeruch kriegen!
    Bewahr unbekümmert dir deine Manieren!
    Dich muss niemands Meinungen interessieren!
    Sei nackt.
    Bleib Mr. Ungefragt –
    Du hast noch nicht genug gewagt.


  • Ritter Sport & das eintausendeinhundertsechsundzwanzigste Gedicht

    Ritter Sport & das eintausendeinhundertsechsundzwanzigste Gedicht

    Enge

    Überm Kerkerverkehr einer Schwabenhausstadt
    Schwebt der Wunsch nach Schokolade.
    Jemand furzt in die Häuserschlucht maultaschensatt,
    Eine Fee flüstert resigniert: „Schade!“


  • Schäfflertanz & das eintausendeinhundertfünfundzwanzigste Gedicht

    Schäfflertanz & das eintausendeinhundertfünfundzwanzigste Gedicht

    Dieser Songtext greift schon mal ein wenig vor. Aber was wir haben, das haben wir. Die letzten Nächte der Westend Bohème werden dann ab September 2019 monatlich begangen!

    Die letzten Nächte der Westend Bohème

    Wenn das Licht versinkt
    Und vom Gerüst der Hackerbrück‘ mit
    Angebroch’nen Weinflaschen die Trecks gen Westend zieh’n

    Durch die Bergmann hinkt
    ’ne cowboylose Tölenkrücke
    So als hätt‘ die Straße etwas Sehnsucht nach Berlin

    Da grüßen wir noch eben
    Den Rest vom süßen Leben
    In jedem „Grüß di/Servus!“ weht ja auch ein …
    Hauch von Abschied

    Refr.: Denn was heut so gut beginnt, könnte morgen schon vorbei sein!
    Der DJ schwankt noch zwischen Sex Pistols und Wham
    Es ist vielleicht nicht die, aber sicherlich schon eine
    Der letzten Nächte der Westend Bohème

    Die letzte Runde dreht
    Und ein verirrter Wies’n-Touri
    Trinkt mit dir am Tresen selig seinen dritten Schnitt

    Der Plan zum Neubau steht
    Die Umlaufbahn von dem Saturn ist
    Topsaniert und jeder fragt sich, komm’n wir da noch mit?

    Da grüßen wir noch eben
    Den Rest vom süßen Leben
    In jedem „Grüß di/Servus!“ weht ja auch ein …
    Hauch von Abschied


  • Maxvorstadt & das eintausendeinhundertvierundzwanzigste Gedicht

    Maxvorstadt & das eintausendeinhundertvierundzwanzigste Gedicht

    Über Boten

    Es schmiegt sich der tote
    Griechische Bote
    So schmuck in die Stunde
    Nach Nachricht der Kunde
    Vom Schicksalsschlagschlick Soundso.

    Geschickt hetzte er zum Orte
    Seiner letzten Worte
    Mit der Loslast vom ungern Gehörten –
    Jetzt mimt er den schwungvoll Zerstörten.

    Gehört als Brauch ja auch zur Show.


  • Schneefall & das eintausendeinhundertdreiundzwanzigste Gedicht

    Schneefall & das eintausendeinhundertdreiundzwanzigste Gedicht

    Das feinste Übel

    Auf edlen Kredenzen und Anrichtemöbeln
    Berserkernd wedelnd herumba!zupöbeln,
    Um dann doch aller Schönheit die Schönheit zu lassen –
    Spürend, ein Mehrheitchen wird dich jetzt hassen,
    Ist für mich das feinste Übel,
    Festigt meines Daseins Dübel.

    Wo dennoch Teures runterfällt,
    Ist’s die Schuld von eurer Welt!


  • Kettwiger & das eintausendeinhundertzweiundzwanzigste Gedicht

    Kettwiger & das eintausendeinhundertzweiundzwanzigste Gedicht

    Ripostegedicht zu der „Lederhosen-Saga“ von Börries von Münchhausen.

    Lederhosen-Saga 2.0

    Vaters Hose harrt noch immer
    Blutgehärtet am Kamin,
    Und der Wunsch dröhnt durch das Zimmer,
    Sie mal wieder anzuzieh’n!
    Als ein Spross vom Stamm der Reiter
    Führt man die Geschichte weiter!
    Die Schlächter kommen, die Schlächter vergehen –
    Hirschlederne Reithosen bleiben bestehen!

    Das erste Blut ist, frisch geschossen,
    Aus jenem armen Hirsch geflossen.
    Mit Waidmannsheil in grüner Tracht –
    Wie man das unter Jägern macht.
    Schon effektiver stahl man Leben
    Beim Treffen in den Schützengräben,
    Wo man in grauen Uniformen
    Und Abschlachtlaune mit enormen
    Schmiss die Hose hieß zu gerben,
    Um patiniert sie zu vererben.
    Von Schweiß und Schlamm wie Matsch verdreckt,
    Von Blut und großer Schuld befleckt.
    Die Zügel konnt‘ man uns entzieh’n –
    Doch nicht die Hose am Kamin.

    Und nur ein Gen’ratiönchen später
    Ward man Wiederholungstäter.
    Braunbehost kläfft man // Von Rassenverpflichtung,
    Fühlt sich gotterkoren // Zur Massenvernichtung.
    Das heilige Beinkleid, // Vom Blut reich gesotten –
    Mög’n auch die Gebeine // Im Schlachtfeld verrotten!
    Es steht im Ahnenbuch der Väter:
    Uns bleibt die Aussicht auf ein Später!
    Denn Schlächter kommen und Schlächter vergehen –
    Hirschlederne Reithosen bleiben bestehen!

    Schon bringt sich neues Volk in Pose
    In altbewährter Reiterhose.
    Und wie Münchhausen auch erwägt,
    Die Farbe nun ins Blaue schlägt:
    Man ist das Leben als Passant satt,
    Will zeigen, wer die Hosen anhat!
    Denn wir gehör’n zum Stamm der Reiter
    Und führen die Geschichte weiter!
    Der Wald wägt ab: Was ist den Blauen
    An Blutverwandtschaft zuzutrauen?

    Mag sein, man wechselt die Methoden
    Die Farbnuance bei Hosenmoden:
    Doch ewig glänzt des Leders Speck –
    Den kriegt auch keiner davon weg!
    Die Schlächter kommen, die Schlächter vergehen –
    Hirschlederne Reithosen bleiben bestehen!

    Und diese Geschichte fing früh schon schlecht an, denn
    Dem Hirsch – hat die Hose am besten gestanden.


  • Max-Joseph-Platz & das eintausendeinhunderteinundzwanzigste Gedicht

    Max-Joseph-Platz & das eintausendeinhunderteinundzwanzigste Gedicht

    Nächtliche Busfahrt zum Theater

    Sternschnuppenhuschend verblitzen die Lichter
    Auf beschlagnen Fensterscheiben
    Das Vage in ihnen appelliert an die Dichter
    Bei diesem Thema dran zu bleiben

    Was wäre es, gäb es hier etwas zu sehen?
    Was gäbe es, wär es für uns zu verstehen?

    Gelbliches Weltlicht wirft mähliche Schatten,
    Die vom Tage verblasst sich im Rinnstein begatten.
    Die lernen noch die Dunkelheit,
    Kleben uns an den Hacken wie fehlende Zeit.

    Was würde es, könnt hier noch etwas entstehen?
    Was könnte es, würd es nicht einfach vergehen?

    Die Schaufenster strahlen wie Suchscheinwerfer
    Über treues Kopfsteinpflaster.
    Keine Frage in mir stellt mein Augenlicht schärfer,
    Kein Vers ist ein zum Plan Gefasster.

    Doch manches scheint im Werden.


Die 254 Städte/Länder der Fotos (2016-2025)


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