Zwischen Hmmel und See gräut ein Streifen sich stadt,
Der scheint wie von beiden zu glimmern.
Ein entspannt in sich wiegendes Quantum von Satt –
Von hier wird sich nie was verschlimmern.
Es beruhigt, dass diese Verlässlichkeit hält,
Dass mein Dort! einen Ort kennt, der ungern zerfällt –
Und sei’s nur im eigenen Vorstellungsflur.
Zwischen Himmel und See ist das Grau wie ein Blau,
Eine sich in sich selbst inszenierende Show –
Als gäb’s Silhouetten auch ohne Kontur.
War den Statuesierten im Diesseits bewusst,
Dass sie späterzeits posthumig gelten?
War die Lebenszeit nicht bösdurchdustert von Frust,
War‘n nicht Lichtblicke skandalös selten?
So scheint grad ein gut ausgetretener Schlips
Wie prädestiniert für ein Abbild aus Gips.
Mit Affen im Café und endlich ein Reim auf Menschen
Mit Affen im Café
Und zwei Karaffen Tee
Schien ich die Idee
Aller Pfaffen zu raffen:
Den Menschen hat Gott nach dem Affen geschaffen,
Das „Drauße nur Kännschen“ nach Outdoorkaraffen.
Das Originale ist mir heut so fremd,
Ich flirte nur mit den Attrappen.
Die sind von der Verve ihrer Sehnsucht enthemmt
Und versprechen: Mit uns könnt es klappen!
Ich kenn den Geschmack der wahrhaftigen Kuchen,
Kann auf Knopfdruck noch in ihn entschweben,
Muss nicht nach dem Nie-ganz-Erhabenen suchen,
Fühl mich dadurch näher am Leben.
Das Originale behält seinen Wert.
Doch das Wollen beschert uns Verlangen.
Weil der Kundige mitschmeckt, wonach sich‘s verzehrt,
Ist der Weg dorthin schon mal begangen.
Vielleicht hat man‘s dich anders gelehrt?
So wappne dich für die Enttäuschung:
Es zählt nur der zählbare Wert.
Etwas leichtfertig hast du den Schmeichlern geglaubt,
Dein Kühnheitsdrang hielt‘ sie gebannt.
Allein das aus Reichtum sich reckende Haupt
Wird uneingeschränkt anerkannt.
Es bedeutet ein Haus, wenn‘s ein Anwesen ist,
Es bedeutet der, der darin wohnt.
Der Grund, dass man dich da grad treudoofer misst:
Man gönnt sich, dass das gar nicht lohnt.
Erzähl ihn‘n die rührenden Aufsteigerstories –
Doch beginne sie stets gut betucht!
Klar, findet man kurz, dass Herr Außenvor boah! is –
Aber einer wie du wird gesucht.
Um irgendwalchen Silbenseen
Salch Wortgebilde nachzuseh’n,
Muss ich erst schwammig Runden dreh’n.
Obschon Poeten es begrüßen,
Vokabularien zu versüßen
Und sehr auf neue Silben steh’n –
Bei wal-chen schrei ich nich: „Die lieb ich!“
(ach, wol-chen wär doch so ergiebig!).
Doch nach dem Walchenseedurchschwimmen
Kommt nicht umhin man, zuzustimmen
Dem Lob voll Teichbegeisterschwung: