Und wieder bemüh ich mich mehr Wer zu sein,
Als mein Selbst eigentlich ist.
Und wieder reck ich mich aus meinem Kleinklein
Und ich hoff, dass man nicht zu streng misst.
Und wieder werd pampig ich unglücklich sein,
Wenn jemand mir nicht wirklich traut.
Und wieder lädt man andre überall ein …
Noch ein kurzer Gang durch verlassene Gassen –
Auf ein Gedicht und ein passendes Bier!
Kann die Zwanghaftigkeit meines Ausritts kaum fassen …
Doch irgendein Kurzrausch gehört noch ins Hier.
Dieser Tag könnte jetzt schon vorüber sein –
Und er ist es, bei Lichte beseh’n!
Da erhellt eines Dosenbiers trübender Schein
Seiner letzten Minuten Vergeh’n,
Untergehakt von verhaltenen Zeilen –
Die später mit mir diesen Aufenthalt teilen.
Ich habe als Kind im Spiel sehr viel getötet,
Pathetisch dazu Morricone geflötet,
Als ’ne Armada Playmobil
Zum Showdownschluss zu Boden fiel.
Es überlebten meist nicht mehr als vier von den Guten –
Der Rest meiner Recken aus Plastik musst‘ bluten …!
Doch es mildert’s Gemetzel, solang man im Kopf hat:
Es wird kein Figürchen für immer geopfert.
Selbst wenn mir ein Typus so gar nicht gefiel –
Ich braucht‘ ihn als Bösewicht fürs nächste Spiel
Und um nichts in der Welt hätt ich auf ihn verzichtet!
Ich denk, im Reallife wird eh’r lässig vernichtet.
Fuhr um den See mich umzuseh’n –
Den See entlang ’ne Runde dreh’n,
Dann umzudreh’n und einzuseh’n:
Fast überall galt Einzuseen
An diesen Seen als ein Vergeh’n.
Da musste mir die Lust vergeh’n –
Das war am See mir anzuseh’n.
Zumindest säte aus Verseh’n
Der See die Verse, die hier steh’n.
Na, das ist so der Weg hin zum Supermarkt –
Der war früher völlig normal.
Und hier hab ich immer mein Radel geparkt,
Mit links und rechts einem Pedal.
Und das ist so der Weg zu ’ner jetzigen Ex –
Die hab ich einst öfter besucht.
Da gab’s den per Treffen vereinbarten Sex –
Ich war damals oft überbucht.
Und dort ist so der Weg zu dem S-Bahnhof hin –
Den konnte ich damals im Schlaf!
Der macht ohne Fahrtziel nicht allzu viel Sinn
Und an Zielen besteht kein Bedarf!
Und das ist so der Weg, da gab ich stets den Guide,
Um den Stadtteil auch günstig zu zeigen.
Jeder Weg führt in nunmehr vergangene Zeit –
Da nannt‘ ich die Stadt noch mein eigen …