Eierpopeia
Dies Restchen eines früh’ren Meers
Würzt etwas frech mein Ei
Als stummes Vermächtnis
Und Beachball-Gedächtnis
Ich schürz die Lippen und verzehr’s
Und denk an nichts dabei
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Eierpopeia
Dies Restchen eines früh’ren Meers
Würzt etwas frech mein Ei
Als stummes Vermächtnis
Und Beachball-Gedächtnis
Ich schürz die Lippen und verzehr’s
Und denk an nichts dabei

Tu es wie die Vögel, die
Tu es wie die Vögel, die
Tirälüren klammheimst in Geböschen
Und aus der jahrendigen Bilanzerie
Des Regens ZuSchauerZahl löschen
In einem von Vögeln versungenen Leben
Wird’s niemiemals Regenerhebungen geben

Kalter Frühling
Ob der letzten Ahnung von Farben
Habe ich dir alle Ganglien gebrochen
Wir schwebten mit Krähen oder Raben
Und alles hat durchgehend seltsam gerochen
So lebten wir unsere Winter im Mai
Dass ich’s war, der nicht so lang durchhielt – verzeih!

Frühlingszenit
Überall überprall:
Frühlingshafter Überfall!
Über kurz oder lang
Sind wir übern Neuanfang –
Und als übler Hall vom Feste:
Überall nur Überreste!

Restlos Ostern
Zu Ostern lobt der Thorsten statt
Bravo-Popstern-Posterstars
Fest und brav den Osterhas‘
„Es ist“, döst Thorsten, restlos satt
„Ein volles Nest mit bunten Eiern
’n toller Grund, ein Fest zu feiern!“
Der Sessel
Und all der Prägesamt ist nun abgesessen
Dieser Platz wird wohl nicht noch mal weitervererbt
Die Käufer des Sessels längst tot und vergessen
Flüstern: „Seid euch gewahr, dass auch ihr einmal sterbt!“
Wir sind zum Überschwang verdammt
Vergänglicher als Prägesamt

Pfand der Helden
Ich leerte auf der Autofahrt
Mit Zielpunkt „Leergutautomat“
Vier Flaschen Wermut – ohne Pfand
So nahm denn wahr das halbe Land:
„Seht her, er trinkt nicht nur für’s Geld …!
Man ehre dich, du Leergutheld!“

Der Geschmack des Ungereiften
Es scheint die Bläue des mittleren Himmels wie gerade neu geschlüpft
Vom Winter bebrütet, den Übermut preisend und fesch sich ein Platz zwischen Wolken erhüpft
Eskortiert es den ersten Sonnenstrahl, der in diesem Jahre zählt
Und aufdringlich die trägen Samen aus ihrem zähen Schlafe quält
Schon säugt das kecke Vorhutblau die daseinsscheue Ahnung
Und all das „Freu dich nicht zu früh!“ – es gilt nicht mehr als Warnung

Drei Nächte (The Open-Minded)
Ich bewohne ’ne
Heliconie
Im Blätterspross links, Level acht
Auch rechts schräg daneben
Gibt’s irgendein Leben
Ich habe da einmal drei Nächte verbracht

Die Weichheit und Milde vom Nachmittagslicht
Diese Weichheit und Milde vom Nachmittagslicht
Wo hitzegebeugt sich die Piepmätze sammeln
Und die Blüten sich spreizen vor Nektargewicht
Bis duftender Singsang tönt: „Fertig zum Rammeln!“
Ach, du Nachmittagslicht tust so weich und so mild!
Aber in deinem Herzen schlägt’s räudig und wild …
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