Stille
Stille ist Zeit, die sich fast nicht bewegt
Nur mit flachem Atem gütig hinabschaut
Derweil sich da draußen die Welt selbst zersägt
Und der Spänegeruch wie durch Zärtlichkeit abflaut
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten
Weltreligionen und spirituelle Erhellungen sowie religiöse Bräuche, Themen und Protagonisten in Versen.

Stille
Stille ist Zeit, die sich fast nicht bewegt
Nur mit flachem Atem gütig hinabschaut
Derweil sich da draußen die Welt selbst zersägt
Und der Spänegeruch wie durch Zärtlichkeit abflaut

Das Sein bestimmt das Selbstbewusstsein
Als höllisches Tier am Halleschen Tor
Kommst du dir völlig nutzlos vor

Nadelöhr der Anglikanischen Kirche
Patam! Pappatann! schallt Londons U-Bahn –
Kann man dann dort denn nie in Ruh‘ fahr’n?
„Herr, bedeutet Fortbewegung
Hier jed‘ Wort Hinfortzerfegung?!“
„Was? Ich hab Dich nicht verstanden!?“
This is how it goes in London …

666
Lass unsrer Körper Rohheit noch weiter vergröbern
In Stumpfheit und Dumpfen akribischstens stöbern
Unsre Eintönigkeit soll vernichtender wüten
Und fortwährend nur das Entsetzlichste brüten
Uns verfinstert die Schwärze von Abgrund und Fäule
Das Schnauben der apokalyptischen Gäule
Wir woll’n rücksichtslos jedweden Zustand zerstören
Und uns dem Ruin wie dem Abgrund verschwören
Unser katastrophales Dahinvegetieren
Wird tödliche Unruhe kontaminieren
Und den tödlichen Wahn, auf dem lässig wir gleiten
Besprenkeln bald Gehässigkeiten
Wir sind von neuem Unglück erschütterte Wesen
Von Qualen und Fürchterlichkeiten erlesen
Anstatt zerbrechlich woll’n wir nun verbrecherisch sein
Und Widerwärtigkeiten spei’n
Von verzagenden Balken ward unlängst berichtet
Die grundlos von Armut zugrunde gerichtet
Man beklagt sich bei uns sichtlich entrüstet: „Warum?“
Drum.

Und ob ich schon wanderte
Kurz feiern wir die Überzahl
Schon stirbt uns einer weg
Gott, ständig wandern wir durchs Tal!
Und kommen nie vom Fleck

Vielleicht Du?
Wie viel Minuten über der Zeit
Bist du aufs Geringste zu warten bereit?
„Nun, ich denk: mein ganzes Leben“
Solche Leute muss es geben!

Ghandi II
„Einer trage des anderen Last“
Oder „Einer betrüge den and’ren mit List“?
Entscheidet bald, wie viel du hast
Und auch von wie viel Wert du bist

Ghandi
Ich mag die Romantik, ich mag auch den Lärm
Mögen die zwei auch einander sich hassen
Wenn ich vor dem einen vom anderen schwärm‘
Scheint kurz eine Welt zu der andern zu passen

Die kuschelnden Propheten
Wir spielen Schnick-Schnack-Zung‘ schlägt Zahn
Mit der Sahnigkeit unsres Gemüts!
Wir ferkeln durch den Ramadan
Und hoffen, Jahwe sieht’s!

Och, Herr!
Och, Herr, schenk den Reichen ein langes Leben!
Die Armen sind einfach nicht so schön
Drum darf es sie gern etwas kürzer nur geben
Es lässt sich an Reiche viel besser gewöhn’n!
Schenk denen, die nach Stil nicht streben:
Ein Jahr McDonald’s-Sparmenü!
Und lass die Reichen länger leben
Die Armut ist per se perdu!
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