Fotos aus München, seit 2014 Stammsitz der Reimerei Klötgen. Unzählige Auftritte während der Tour 2016. Und danach quasi alleinige Dienststelle in Sachen meiner Poesie.
Du schmiegst dich hinweg mit ’ner Beiläufigkeit,
Als ging es dir hier um die Geste allein.
Und seicht weht der Hauch einer Zugeneigtheit,
Die niemals im Dienenden mündet, oh nein –
Dies Bündnis beruht auf dem Öffnen von Dosen,
Auf wunschpunktgenau einstudiertem Liebkosen,
Wo ein Geschnurr mir nur quittiert:
Da fühlt sich jemand wohldosiert.
Der Herbst verkürzt die Sonnenstunden
Auf allenfalls zwanzig Minuten.
Man muss auf den Spaziergangsrunden
Sich dementsprechend sputen,
Die im Licht gespeicherte Wärme zu tanken,
Wir sind so weit gekommen, dass das Ziel uns beschämt
(dabei sind wir längst merkwürdig desint’ressiert).
Die Beschwerlichkeit hat unsern Eifer gezähmt,
Wir wittern den Endspurt, wie paralysiert.
Lass uns umkehren und unsern Irrtum erkennen –
Nach Diktat legen hehrste Motive sich wund!
Wir können ab heut alles anders benennen.
Wir reisten aus einem vergessenen Grund.
Schon kommt die Sonne nur noch auf Besuch,
Bleibt die Gästecouch über Nacht leer –
Das Jahr verschlägt einfach die Seiten im Buch
Und man findet den Einstieg nicht mehr.
Die Schatten lang,
Dein Schritt wird schwerer
Und alle Wege sind schon leerer.
Am U-Bahnhof Westfriedhof stehe ich
Ein Stockwerk unter den Toten.
Als Philosoph verschmäht man sich –
Ich verpass mir die schlechtesten Noten!
Hier loggt sich die Endstation doppelt ein,
Uns buntbeglast zu erhellen,
Stoppt dich in der Verlockung, dein
Wirken über die Toten zu stellen.
Klopstockkostproben
Und Ostblockkompost,
Toastbrotmikroben
Und Bootsglockenrost,
Postpunkrocktoben
Und Trockenobstmost,
Vom Boss dort droben:
Der Post „All is lost!“