Es
Ist
Ein
Jüngst gefällter Stamm,
Den ich in seinen Standpunkt ramm‘,
Aufrecht monolithenhaft,
Wie ein strammer Männerschaft!
Manche meinen zwar, die Äste
Sei’n an ihm das wahrhaft Beste –
Ich neig‘ dazu zu behaupten,
Dass die andernorts belaubten
Nachästigen Gabelungen
Ungemein gelungen
Sind. Empfindest
Du da eh nich‘
Ähnlich?
Denn seine
Zweige
Adeln
Nad
el
n
!
München
Fotos aus München, seit 2014 Stammsitz der Reimerei Klötgen. Unzählige Auftritte während der Tour 2016. Und danach quasi alleinige Dienststelle in Sachen meiner Poesie.
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Fröttmaningbaum & das eintausendsechshundertzweite Gedicht
Oh, Tannenbaum!
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Licht I Kugeln & das eintausendsechshunderterste Gedicht

Die weihnachtliche Stube (und eine betrübliche Erkenntnis)
Hüben steht der Tannenbaum,
Drüben brät ein Pfannentraum,
Bübchen sitzt im andern Raum.
Ist wohl grad am Üben? Kaum.Mit dem Vortrag des Gedichts
Wird’s – so wie im Vorjahr – nichts.
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Maxvorstadtidylle & das eintausendsechshundertste Gedicht

An einem schönen Maimorgen durchritt eine schlanke Amazone auf einer prächtigen Fuchsstute inmitten der Blumen die Alleen des Bois
Der erste Satz bleibt unvollendet,
Wenn Wort für Wort sich überblendet.– Titel aus A. Camus, Die Pest –
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Freimann & das eintausendfünfhundertneunundneunzigste Gedicht

Erste Lektion der Katzenblick-Fibel
Es rügen dich zwei Katzenaugen:
„Wann wirst für Empathie du taugen? –
Du bist einfach skandalös untersensibel!Zweifelsohne ist die Krone der Schöpfung
In unserer Wohnung ein andres Geschöpf, Jung –
Korrigier‘ das mal in deiner Bibel!“
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Parkstadt S. & das eintausendfünfhundertachtundneunzigste Gedicht

Irre
„Test – Test – Test“,
Souffliert die Pest,
Dass ihr beim Soundcheck nicht vergesst,
Was unbeirrt humanum est.
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In den Isarauen & das eintausendfünfhundertsiebenundneunzigste Gedicht

Der Unerbitt
Die Kälte masst aufs ebne Land,
Das kühle Nebel schwitzt
Als hätt‘ ein Qualm von tiefem Brand
Die Erdkrume durchritzt.Der Winter lässt sich Zeit und Ruh,
Schaut rauchend uns beim Leiden zu.
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Schwabinggiraffe & das eintausendfünfhundertsechsundneunzigste Gedicht

Katzenklo
Du und die Deinen –
Würde man meinen –
Sind die geschmeidigsten aller Komtessen,
Oberste Rahmschicht der Edel-Hostessen!Doch zählt ja fürs Gesamtergebnis
Die Frage: Was kommt hinten raus?Da birgt das Streu dann manch Erlebnis
Des olfaktorisch derbsten GAUs!
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Fröttmaning & das eintausendfünfhundertfünfundneunzigste Gedicht

Meeting the Influencers
Sie setzten sich so, dass ich gar nichts mehr seh –
Sie halten sich wohl für ’ne Aussicht!?
Und mich für Ihr Instagram-Fangirl in spe?
So hör’n Sie: Das bin ich durchaus nicht!Sie sind zwar von reiner Durchschaubarkeit beim
Notorischen Selfie-Posieren –
Doch fehlt meinem Blick nun ein brauchbares Heim
Im schambloßen Schlachtfeld der Ihren!
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Licht I Wald & das eintausendfünfhundertvierundneunzigste Gedicht

Wann Lasche abnippeln
Und mit einem Mal weiß ich:
Oh, 2030
Ist doch sehr sehr fern
Und würd ich auch gern
Es lebenden Auges besehen,
Muss sicherlich vorher ich gehen.Denn vor Geburtstag 62
Rechne ich damit, es rächt sich
Des Lebensrauschs Fülle
An sterblicher Hülle.
Dann wird’s nix mit mir und Jahr 2030 –
Da kann ich mich auch nicht beschwer’n, Herr, das weiß ich.Andrerseits gibt’s Register,
Die blieb’n ungezogen:
Hatt‘ lebenslang Schiss vor zu heftigen Drogen –
Und ein Achteljahrhundert nur Verse Verfassen
Schafft auch wenig Zunder für’n ungesund krassen
Lebenswandel.Hält dann vielleicht mein Daseinsbandel
Doch noch in die Dreißiger?
Fraglos freudlos, scheißiger.Und plötzlich Zweifel: Wird’s nich‘
Doch eh’r 2040?
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Wintersonne & das eintausendfünfhundertdreiundneunzigste Gedicht

Love
Du hast von der Lieb‘ in die Welt mich getschüsst,
Schriest „Raus hier!“ statt „love is the word“.
Ein Vorderzahn ward deiner Anmut entküsst –
Den Rest hast du selber zerstört!So viele Spuren Hässlichkeit
Hat Zeit uns eingedörrt,
Weil jeder „Halt die Fresse!“ schreit
Und niemand sich empört.Im Tonnenlawinengeröll liegt ein Einst –
Das hätt‘ uns auch wortlos gehört.
Mag sein, dass du darüber seltener weinst.
Die Zahnlücke pfeift “ … is the word“.
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