Verse für die Melancholiker, denen man Erde, Herbst, Abend, Erwachsenenalter zuordnet.
Die besinnlichen und leisen Gedichte.
Von Aphorismen bis zur Vanitasdichtung.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!
Sobald ich das Geld für ’nen Reifensatz hab,
Werd ich meinen Wagen behufen.
Sobald mich die Sehnsucht aufs Dachgeschoss packt,
Spar ich alles Geld für die Stufen.
Doch
So lange kein Gott die Bilanz überprüft,
Werd ich mich aufs Planen beschränken.
Vielleicht wird das Rad vom bedächtigen TÜV
Mich nicht ob der Zauderei kränken.
Wir werden Reisen sicher bald
Rein virtuell genießen.
Dann werd ich – schwer gescholten – halt
Mein Reißverschlüsschen schließen.
In nächste Welten greift schon barsch
Ein anderes Verstehen.
Ich schweig sodann als alter Arsch
Mit dem, was ich gesehen.
Es ist mein Kuba-Erstgedicht
Vor Niederschrift schon alt geworden.
Vermisste ich zunächst auch nicht
Längst aberkannte Heldenorden –
Alsbald massiert ein Abendlicht
Mein Blinzeln sehr viel weiter.
Es schlingelt sich durchs Erstgedicht
Und ist doch viel gescheiter!
Wär nach zwei Jahren Drittproblem
Ich doch nicht mehr gekommen,
Wär diesem Land nur ein Poem –
Und mir sehr viel genommen.
Am Morgen, wenn die Nebel sich, scheint’s, zunehmend verdichten,
Mag ich geballte Zuversicht auf spätre Stunden richten.
Die Weser trägt die Zuversicht als Meer in ihrem Willen,
Das nebulös grad zu mir spricht – so denke ich, im Stillen.
Die Befreiungshalle hatte schon zu.
Und ich stand befangen daneben.
Stets ist’s die Zeit – sie verwehrt mir den Clou-
Wie Eingang zum hehreren Leben.
Die Befreiungshalle war geschlossen.
Begriffstutzig stand ich im Freien –
Von der Sonne beleidigt und viel zu verdrossen,
All der äußeren Welt zu verzeihen.