Das „Guten Morgen!“-Gepfeiffe in Familienpensionen
Erfolgt immer zu laut und zu früh.
Aber trotz seines Einfalls in schmerzhafte Zonen
Wird’s wohlig verdaut zum Gebrüh
Der allerabstrusesten Kaffeeversuche.
Und das ist’s genau, hey, warum ich euch buche!
Die Abwesenheit allen Strebens nach oben
Lässt in dieser Welt sich nicht hinlänglich loben.
Sicher sah ich schon besser gespieltes Gemeine –
Doch die Bodenhaftung als Wärme-Event
Beschämt das durchdachteste Rundum-Designe
Und schafft Heime, die man vorm Betreten schon kennt.
Steh’n wir wirklich schon wieder vorm selben Problem,
Vorm erneuten Versuch einer Klage
Mit den Klonzellenspielchen vom x-ten Poem –
Und stell’n nicht den Sermon infrage?!
Wir – die kein Zeichen der Lösung erlöst –
Schimpfen unverwandt stur auf die Täter
Mit dem Vorwurf, in dem die Genügsamkeit döst,
Dass sich alles bestätigt im Später.
Und dann steh’n wir noch immer vorm selben Problem –
Alle Wahrheit scheint chronisch erlahmt.
Wir umschwärmen von hinten das gleiche Extrem,
Fern vom Spektrum, das restlos verarmt.
Fragtest du den Sternekoch,
Ob er denn was Leck’res noch
Aus Erde und Wasser wie hinreichend Licht
Für uns zubereite, vollbrächte er nicht,
Was jedwedem Erdbeergrün himmlisch gelingt,
Dem läppischsten Obstbaumzweig lässig entspringt.
Ja, der profanste Beerenstrauch
Kann es auch.
Doch unsre Kunst heißt: Etwas machen
Aus bereits erschaff’nen Sachen.
Auch der beste Koch der Welt
Strauchelt unterm Sternenzelt.
Spät in der Nacht noch was zu schreiben,
Gibt diesem Tag die Chance zu bleiben.
Umklafft mich auch herzschwerstes Gähnen,
Schafft’s dieser Vers dich zu erwähnen,
Eh du mir sehr betrunken winkst
Und in der Dunkelheit versinkst.
Und Stille füllt den Raum mit Leere.
Von Worten zugemüllte Schwere
Will ich als schwebend mir bewahren
Zum Trost in spät’ren Lebensjahren –
Du wirst mit diesem Tag verweilen
In zwölf recht spät geschrieb’nen Zeilen.