Bei Tirol
Weil i a wenig (immerhin!)
An Italiener ähnlich bin,
Schwärmt Trudchen (unter Alkohol):
Gell, Alois, du tust’ma wohl!
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Bei Tirol
Weil i a wenig (immerhin!)
An Italiener ähnlich bin,
Schwärmt Trudchen (unter Alkohol):
Gell, Alois, du tust’ma wohl!

In Trient (Dinge ändern sich)
Weil Britta ja Trient
Nicht so richtig kennt,
Ward‘ sie nie zum Fan der Brenta.
Heute spielt sie mit ’ner Band da!

Lichtblicke
Wie sich ein Hauch von Sommer in den Winterwind verirrt,
Befällt auch uns mal Heiterkeit (obschon man stets verliert).
Eh, dass der Frühling Bahn sich bricht, sind wir wohl längst erfroren.
Doch wer uns kennt, der sage nicht, wir hätten nur verloren.

Das Poltern des Jovialen
Du säh’st dich gern als weites Feld,
Doch stolperst über Ränder.
Denn weiters zwängt dich deine Welt
In engstliche Gewänder.

Die Erstsemester
Wirf einen letzten Blick zurück
Zur heimeligen Lichtung,
Dann schreit‘ voran in neues Glück!
Bald ändert sich die Richtung.

Letzter Versuch über Prinzregententorte
Der Prinzregenten Torte Schichten
Wollt‘ ich gern adäquat bedichten,
Wollt‘ des Palminglanz‘ Schokohüllen
Mit fetter Poesie befüllen.
Biskuitlich sowie cremekakaoen
Wollt‘ Vers um Vers ich schichtend bauen.
Allein, auf wirklich adäquaten
Poem gilt’s weiterhin zu warten …

Erster Versuch über Prinzregententorte: Where the streets have a name
(Das Verorten von Torten)
Es kennen Enten echt winzige Orte,
Wo sie Prinzregententorte
Unbeseen einst aßen
(auch wenn sie’s Mahl vergaßen).
Wohl manche können schlecht mit Worten –
Bei Enten sind’s die Tortensorten.
Schon besser geht’s mit Straßen.

Coup per du
Mag die Welt sich mal ganz kurz notieren:
Mir ist grad was Tolles geglückt.
Das wird niemand interessieren,
Aber ich bin noch vollends verzückt.

Der Schwerversetzte
Ich kann wohl nicht genug
Auf meine Uhr heut schau’n,
Dein Kommen in Verzug
Als faktisch zu versteh’n.
Ich wittere Betrug
Und suche doch Vertrau’n,
Wenn forschend ich beguck‘
Der flotten Zeiger Dreh’n.
Ich kann heut nicht genug
Das Trostlose beschau’n.
Ich schau‘ und blick‘ und guck‘ –
Und würd‘ viel lieber seh’n.

Der Selbstmörder
Ach, er stand irgendwie nur daneben –
Und die Welt schien ihm immer zu klein!
Nun, er hatte schon Lust auf das Leben,
Doch die Umstände schrie’n so laut: „Nein!“
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