Blaubeuren

Blautopfspiegel & das achthundertsiebenundneunzigste Gedicht

Blautopfspiegelbild

Zimmer zu vermuten

Ich hab ein Zimmer zu vermuten
Das nach Bestimmeramtsstatuten
Völlig unzumietbar ist

Denn am Rand von den vier Böden
Mag sich keine Wand erblöden
Dass sie sich mit Decken misst

Kloster Blaubeuren & das achthundertsechsundneunzigste Gedicht

Kloster Blaubeuren

Politische Kunst

Diese Welt drängt mich ständig, mal klar zu entscheiden
Mein indifferentes "Kann beiderlei leiden!"
In das Kaltschwimmerbecken des Lebens zu stoßen

Dort prust' ich vernehmlich mit aufrecht großen
Parteiergreifen und Konformmicherklär'n

(Wenn bloß all die andern Optionen nich wär'n ...)

An der Blau & das achthundertfünfundneunzigste Gedicht

An der Blau

Alte Liebespaare

Dass da keiner werde des Anderen Last
Das ist - einmal simpel zusammengefasst -
Eine nie zu erzielende Absicht

Doch die Liebe währt auch
In 'nem schwärenden Bauch
Der sich mit dem Alternden abbricht

Blautopf & das achthundertvierundneunzigste Gedicht

Der Blautopf von Blaubeuren

Heil dir, Lau von Blaubeuren!

Grauschopf an Grauschopf
Schau'n in den Blautopf
In ferne Tiefen
Türkisblauen Schimmers
Wo sich eines Frauenzimmers
Schicksal einst entblueste

Und die grauen
Greise trauen
Leis' sich dies zu wünschen:

Gleichsam blau woll'n wir anlaufen
Eh sie uns zu Leichen taufen -
Nicht, weil wir entschliefen
Völlig außer Puste
Sondern voll mit Pünschen!

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