Fürstenfeldbruck & das hundertachtundachtzigste Gedicht

Gartentage Fürstenfeldbruck

Feste Größe im Rock'n'Roll-Kalender: die Gartentage Fürstenfeldbruck.

Am Fürstenfeldbruck

In einer nach Hochadel dürstenden Welt
Der Bauer die Felder der Fürsten bestellt
Dass sie gut gedeih'n bis zur baldigen Ernte
Dann kappt man jed' Sprössling, drischt jene entfernte
Brut der Herr'n vom hohen Stand
(gehätschelt von der rohen Hand)
Zu Brei, verpackt sie fei - und guck:
Grad fährt 'ne Ladung übers Bruck!

Hauptbahnhof München & das hundertsiebenundachtzigste Gedicht

Hauptbahnhof München

Nach dem Auftritt, spätabends schon wieder daheim. Der Mai verspricht ein sehr sesshafter Monat zu werden.

Die Zwischenzeiten

Ich muss mir aus den Zwischenzeiten
'Ne Mindestportion einer Heimat bereiten
Mich vergewissern, wo ich wohn':
Hier Eingangstüre, da Balkon
Und all das Sich're Zwischendrin

Dort zieht's mich fort, dort zieht's mich hin

Wendelstein & das hundertsechsundachtzigste Gedicht

Wendelstein

Wendelstein, Mainstreet. Und wieso hörst du jetzt mit alldem auf?

Im Rückzug

Wandeln oder Wandern?
Mein Plan ward der der andern

Nürnberg & das hundertfünfundachtzigste Gedicht

Kongresshalle auf dem Reichsparteitagsgelände

Sperrige Idyllen: Der Dutzendsee vor der Kongresshalle auf dem Reichsparteitagsgelände.

Rain comes down

Der Regen befreit diese Stadt nicht vom Dreck
Er pfeift auf die Chance einer schmeichelnden Kühle
Und was mit ihm aufschwemmt, das spült er nicht weg

Haucht spärlichen Tau auf die ewigen Pfühle

Pause dahoam & das hundertvierundachtzigste Gedicht

Berliner Hauptbahnhof

Ein themenbedingter Rückgriff auf das Foto-Repertoire von den Berliner Streifzügen.

Handpuppenschicksal

Es war'n der Kapser und die Heske
Vermutlich ja nicht einmal untalentiert
Doch hat in das Genre der Puppen-Groteske
Wohl niemals ein Kind ohne Not sich verirrt

Deutsches Museum & das hundertdreiundachtzigste Gedicht

Das Deutsche Museum

Aus der von kleinen Teilen der Bevölkerung durchaus geliebten Serie der Münchner Unzuchtverse.

Das Deutsche Museum (sehr interessant!)

Das Deutsche Museum ist sehr interessant.
Zwölf Penisattrappen häng'n dort an der Wand.
Mei' Frau hätt' den Hoeneß so fast net erkannt!
Ja, das Deutsche Museum ist sehr interessant.

Isarspaziergang & das hundertzweiundachtzigste Gedicht

Isar

Endlich: Ein komplett freier Tag. Daheim.

Über Berufsjugendlichkeit

Hast lange Jahre im Zug zugebracht
Doch viel, viel zu selten dein Liebes besucht
Derweil zwar die Flamme der Verve verflacht
Wirst du noch in Hoodie samt Basecap gebucht

Ingolstadt & das hunderteinundachtzigste Gedicht

Pusteblumen

Ein kindliches Motiv mit Grüßen vom Ü40 vs. U20-Slam.

Verfehlt

Wenn wer
In Ingolstadt
Statt in den
Golfstaaten nächtigt
Ist fahrnarrtischer
Error-Verdacht
Wohl berechtigt

Proberaum & das hundertachtzigste Gedicht

Tonzone Studio Wattenscheid

Aus dem Aufnahmestudio von Marilyn's Army. Und ein weiterer Text vom neuen Album, welches noch in diesem Jahr erscheint. Der erste Tourzwischenstopp im Ruhrgebiet hat schon mal glatt für sechs Songs von 14 gereicht. Mehr folgt in der nächsten Woche.

Dagegen sein

Eh du jetzt irgendetwas sagst (du willst es!)
Und dich für mich nach Höh'rem fragst (du willst es!)
Es gibt für alles einen Grund (ja ja)
Du bist so offensiv gesund
Ich hatte eig'ntlich keine Frage
Krall mir die Reste, sage "i believe in destruktiv"

Danke für die Ratschläge
Doch dieses Leben ist eben ein ungerechtes Schwein
Du musst im Gegenzug mindestens ebenso unfair
Schon vom Prinzip her
Dagegen, dagegen sein!

Du liest doch ständig diese Bücher
Die sagen "Baby, du kannst alles ein!" (willst du das?)
Doch deine Träume sind Idioten
Stell dich mal lieber auf ein Trauma ein

Eh du noch irgendetwas anfügst
Und all die Duldungsstarren anlügst
Verkauf dein Seiern als ein Zeichen
Sie selbst werd'n niemals was erreichen (lalalaaa)

Es ist real auch scheißegal, ich danke für die Ratschläge
Doch dieses Leben ist eben ein ungerechtes Schwein
Du musst im Gegenzug mindestens ebenso unfair
Schon vom Prinzip her
Dagegen, dagegen sein!

Kurort & das hundertneunundsiebzigste Gedicht

Kurpromenade Baden-Baden

Abschied von Baden-Baden. Erholt, natürlich.

Kurpromenade

Alle wollen sich hier erholen
Hier erholen wollen sich alle
Alte toll'n herum wie Fohlen
Promenier'n mit frohem Schalle
Dass sich dran die Jungen laben
Solche Restzeit noch zu haben

Selig streckt sich der Spazierweg
Uns wohlgefällig das Altern zu mildern ...
Spröde Pragmatik nennt das vielleicht Irrweg

Doch krönt den Genuss ja sein Wird-nichts-Verhindern

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Frank Klötgen - Post Poetry Slam - täglich frische Gedichte & Fotos RSS abonnieren