München

Fotos aus München, seit 2014 Stammsitz der Reimerei Klötgen. Unzählige Auftritte während der Tour 2016. Und danach quasi alleinige Dienststelle in Sachen meiner Poesie.

Messe München & das eintausenddreihundertachtundneunzigste Gedicht

Berggipfelskulptur an der Messe München

Ein weiterer Songtext von dem in Herbst 2020 erscheinenden neuen Marilyn‘s Army Album „Zeit zu schreien“.

Nicht mal unverzichtbar (nicht dieses Mal)

Was dir noch bleibt
Ist all das nie Verlangte - langt schon so, aha
Was dich noch treibt
Ist all das Ungesagte aufzuschreib'n - sowie ein ...

Ein nicht mal unverzichtbarer Verlust von Zeit - und ein
Ein sichtbar ungeschickter Fehlversuch aus Neid

Du sagst Dir:
Nicht dieses Mal
Nicht dieses Mal
Es ist wie
Wie jedes Mal
Nicht dieses Mal

Was dich noch treibt
Ist dieser Nachgeschmack der frühen Euphorien
Was dir noch bleibt
Ist nur der Schwur dich noch mal reinzuknien - sowie ein ...

Ein nicht mal unverzichtbarer Verlust von Zeit - und ein
Ein sichtbar ungeschickter Fehlversuch aus Neid

Messestadt West & das eintausenddreihundertsiebenundneunzigste Gedicht

U-Bahnhof Messestadt West

Ein weiterer Songtext von dem in Herbst 2020 erscheinenden neuen Marilyn‘s Army Album „Zeit zu schreien“.

Restlos

Du hast 's schon aus Distanz geblickt:
Dort haust das Glück,
Dort hausen Worte, die es beschreiben

Du hattest ungeahntes Glück,
Du warst geschickt,
Du hast errechnet: So wird es bleiben.

Refr.: Wenn wir das löschen, muss es restlos sein -
In dem, was uns gescheh'n, lässt sich zu leicht was überseh'n.
Wenn wir erst löschen, woll'n wir rastlos sein -
Denn sonst ist das machbar, acht' ma' - (da) drauf!

Du hast schon aus Reflex geahnt
Du hast gemahnt,
Du hast gewarnt, das rächt sich zum Schluss

Dein Sorgen hat sich nicht bewährt,
Es blieb verzerrt
Als blind ins Morgen zielender Stuss

Refr.

Du hast schon aus Prinzip gewankt,
Warst vom Gedanken,
Wie umtrunken nicht so ganz bei

Dir ist die andre Meinung klar,
Doch offenbar
Schielt die Gewissheit immer nach Freibier.

Refr.

Du hast errechnet: So wird es bleiben.
Du hast errechnet: So wird es bleiben.

Frühaufsteher & das eintausenddreihundertfünfundsiebzigste Gedicht

Frühlingsvorboten im Februar

Die Erstsemester

Wirf einen letzten Blick zurück
Zur heimeligen Lichtung,
Dann schreit' voran in neues Glück!

Bald ändert sich die Richtung.

Am Prinzregentenbad & das eintausenddreihundertvierundsiebzigste Gedicht

Giselabrunnen gegenüber vom Prinzregentenbad

Letzter Versuch über Prinzregententorte

Der Prinzregenten Torte Schichten
Wollt' ich gern adäquat bedichten,
Wollt' des Palminglanz' Schokohüllen
Mit fetter Poesie befüllen.
Biskuitlich sowie cremekakaoen
Wollt' Vers um Vers ich schichtend bauen.

Allein, auf wirklich adäquaten
Poem gilt's weiterhin zu warten ...

Im Prinzipal & das eintausenddreihundertdreiundsiebzigste Gedicht

Prinzregententorte im Prinzregententheatercafé

Erster Versuch über Prinzregententorte: Where the streets have a name
(Das Verorten von Torten)

Es kennen Enten echt winzige Orte,
Wo sie Prinzregententorte
Unbeseen einst aßen
(auch wenn sie's Mahl vergaßen).

Wohl manche können schlecht mit Worten -
Bei Enten sind's die Tortensorten.

Schon besser geht's mit Straßen.

Eisbach & das eintausenddreihundertzweiundsiebzigste Gedicht

Eisbach im Englischen Garten

Coup per du

Mag die Welt sich mal ganz kurz notieren:
Mir ist grad was Tolles geglückt.
Das wird niemand interessieren,
Aber ich bin noch vollends verzückt.

Auf der Sendlinger & das eintausenddreihunderteinundsiebzigste Gedicht

Auf der Münchner Einkaufsmeile Sendlinger Straße

Der Schwerversetzte

Ich kann wohl nicht genug
Auf meine Uhr heut schau'n,
Dein Kommen in Verzug
Als faktisch zu versteh'n.

Ich wittere Betrug
Und suche doch Vertrau'n,
Wenn forschend ich beguck'
Der flotten Zeiger Dreh'n.

Ich kann heut nicht genug
Das Trostlose beschau'n.
Ich schau' und blick' und guck' -
Und würd' viel lieber seh'n.

Prinzregentfirst & das eintausenddreihundertsiebzigste Gedicht

Auf dem Dach vom Prinzregententheater

Der Selbstmörder

Ach, er stand irgendwie nur daneben -
Und die Welt schien ihm immer zu klein!

Nun, er hatte schon Lust auf das Leben,
Doch die Umstände schrie'n so laut: "Nein!"

Neuperlach & das eintausenddreihundertneunundsechzigste Gedicht

Neuperlach City

Abendkälte

Da mir der Abend Kälte wünscht,
Muss ich mich wohl verkühlen.
Weil er des Tages Pläne lyncht,
Die tief in mir noch wühlen.

So dünnt sich dunkel aus: die Zeit.
Zu viel bleibt ungelesen.
Mein Wille ist zu viel bereit
(was nutzt's mir jetzt?) gewesen.

Zero Gravity & das eintausenddreihundertsechsundsechzigste Gedicht

Die Ausstellung Zero Gravity in der ERES Stiftung Schwabing

Gnadenhof

Du reichst der Welt die fremden Federn,
Mit denen sie sich schmückt.
In Daunenkissen findet jeder 'n
Kleinod, das ihn schmückt.

Schon liegt dein Köpfchen wieder hart,
Das hindert dich am Schlafen.
Die hab'n dich hier aus Angst verscharrt,
Du könntest wen entlarven.

Zu gierig rupfen sie dein Hab
Und geben keine Ruhe.
Und schon verdächtigt sich ein Grab
Wie zu bequeme Schuhe.

Du musst - egal, wie alt er ist,
Den Einspruch noch erheben.
Du bist - egal, wie müd du's bist,
Halt immer noch am Leben.

Seiten

RSS - München abonnieren