Berlin

Gedichte und Fotos aus der Hauptstadt. Meine Heimstatt von 2002-2014 und schon von daher immer noch mindestens einmal im Monat im Tourkalender.

Am Elefantentor & das siebenhundertvierundachtzigste Gedicht

Am Elefantentor Berlin

Nach den wilden Zeiten (Wild Cats' Kids)

"Mein Großvater war ja ein Säbelzahntiger"
Hat stets meines Großvaters Vater gesagt
"Okay, wenn das stimmt, schlägt davon nichts mehr durch"
Hat niemand ihm je zu entgegnen gewagt

Gendarmenmarkt & das siebenhundertdreiundachtzigste Gedicht

Die Kugelahorne vom Gendarmenmarkt

Die Kugelahorne vom Gendarmenmarkt

Wenn Kugelahornfälldebatten
manch kluges Naturell beschatten
Wenn Niedrigäst und Blätternest
versag'n im Platzverwertungstest
Wenn Häuptlinge vom Stamme Nimm
den Stämmen drohen, ist das: schlimm

Sind Zweigstellen mit Kindchenschema
wirklich kein Touristenthema?

Ist das gernegroß-ulkige "Ick bin zufrie'n ..."
nicht sinnbildlich baumelnd für "Ditt is Balin!"?

Wohlan, ihr Stadtentwicklungstucken
es gilt in Reue sich zu ducken!
Ihr sollt bei jedem "be Berlin"
den Kugelahorn einbezieh'n!
Und lehrt es auch noch eure Blagen:
Wer A sägt, muss als B versagen!

Berliner Volksbankrest & das siebenhundertzweiundachtzigste Gedicht

Zentrale der Berliner Volksbank

Grundsatz und Einwand

Das Prinzip, es denkt für mich
Im Prinzip verrenkt's auch dich

St. Hedwig & das siebenhunderteinundachtzigste Gedicht

Dach der St. Hedwigskathedrale

Den Hintern in Saunen

Der Backen Schwung, der Backen Schwung
Der Backen Schwung von alt auf jung
Verändert den Verlauf
Mein Blick hausiert, mein Blick hausiert
Mein Blick hausiert, gefriert, pausiert
Und hält dann schamlos drauf
Der Symmetrie, der Symmetrie
Entsprechen sie bei Phantasie
Im Dunst der kühlen Schauer
Das Ideal, das Ideal
Sinnt Berg und Tal und singt "Egal!"
Kein Alter ist von Dauer

Doch das Geschlecht ruft selbstgerecht
Und massig echt zum Blickgefecht
Es blökt aus kahlen Lenden
Allein der Po summt freundlichfroh
Hat auch vom Show-Wert mehr Niveau
Im Dunst steht "Bitte wenden!"

Quartier 206 & das siebenhundertachtzigste Gedicht

Quartier 206 Berlin

Ripostegedicht zum Text "Hohes Gericht" von Waalkes/Gernhardt/Knorr/Eilert.

Hohes Gericht 2.0

Angemahnter,
Sie werd'n von uns mit Buh!s vertaggt, weil Ihr Post einen Spusi neckt!

Ich hab den Spusi nicht geneckt, mich hat nur nach Genuss von Sekt
Wohl ein gewisser Bruce gehackt, der mein Profil mit Schmus befleckt -
Und das hat dann die Buhs geweckt!

Sie haben aber in Ihren Kommentaren ganz andere Angaben gemacht!
Ich zitiere wörtlich:
"Ich habe grad mit Blues entdeckt, dass jemand meine Muse deckt,
Sich keck nach ihrem Busen reckt, und innert eines Nus gecheckt,
dass dahinter mein Spusi steckt!"
Das wurde doch auch so geliket!?
Herr Zeuge, können Sie das bestätigen?

Nee, das ist nur diffus korrekt ...
Ich hatt' mich hinter Gnus versteckt und grad meine To-Dos gecheckt,
Da hat mich was am Fuß geleckt, der sicherlich ganz grus'lig schmeckt...

Das tut doch überhaupt nichts zur Sache!

Doch!
Der allgemeine User checkt ja nicht, was so ein Bruce ausheckt,
der alle CPU's verdreckt mit irgendwelchem Fuselsekt!

Jetzt reicht's aber!
Im Namen der Community,
wenn einer seinen Spusi trackt, dass der an seiner Muse leckt,
und dann in der'n Geschmuse hackt, dann weil in ihm ein Loser steckt!
Wenn er jedoch Diffuses swaggt und sanft Beate Uhse weckt,
Ihn keinesfalls Abstruses schreckt - dann sagen wir zum Gruß: "Korrekt!"
Wir schauen, wo der Newsfluss leckt und hoffen, dass der Bruce verreckt!
Wem der Spruch zu konfus, der eckt mit allen andern finster an,
Das Weit're dann auf Instagram, das hohe Gericht zieht sich zum Binge Watching zurück,
Das Urteil lautet: Shitstorm!

Berliner Pflaster & das siebenhundertfünfundfünfzigste Gedicht

Die Spree am Berliner Hauptbahnhof

Ich hab' noch einen Rollkoffer in Berlin

Ich hab' noch 'nen Rollkoffer in Berlin,
Mit dem lässt sich leicht auch woandershin zieh'n.

Doch gibt's noch 'nen Keller dort voller Müll,
Den ich wohl auch weiterhin kräftig befüll'.

Den räumt kein Entrümplungskommando mir leer!

Wenn ich auch reise, denk' ich mir leise:
Wenn mich die Spreesucht packt,
Fahr' ich halt wieder her.

Alex & das siebenhundertvierundfünfzigste Gedicht

Berlin Alexanderplatz

Katzenportion

Für jene
Von Katzentatzen
Angekratzten
Aufgeplatzten Spatzenbatzen
War doch all das Nesterbauen
Keck vom Strauchgeäste Schauen
Auch das Kuchenreste Klauen
Ratzefatz - in einem Satz:
Für die Katz

Berliner Inseln & das siebenhundertdreiundfünfzigste Gedicht

Spreebrücke am Berliner Hauptbahnhof

Rummelsburger Bucht

Lass uns

In den Speckgurt zieh'n,
Wo in Legebatterien
Kleinfamiliengroßstadtleute
Harren als Idyllenmeute;

Lass uns

Tüchtig Freilandbabys züchten,
Die dann in solch Schmähgedichten
Eines Tages lesen müssen,
Dass sie doch halt zum gewissen
Grade Massenware sind.

Schade, doch egal, mein Kind!

Untergrundstation & das siebenhundertzweiundfünfzigste Gedicht

U-Bahnhof Alexanderplatz

Zur Aufmunterung

Wie oft ward das, was dich empörte
Das prinzipiell Zerstörenswerte
Dann doch vom Rest der Welt verehrt?

Und trotzdem lagst du nicht verkehrt

Tor 16 & das siebenhundertdreißigste Gedicht

Berlin Mitte

Berlin, kulinarisch

Buletten aus Charlottenburg
Tea-to-go in Tegel
Dönerwerk aus Schöneberg
Für die Blagen Bagel

Prenzelberger Brezel-Backwar'n
Spanferkel aus Spandau
Pankows Pfanne heißt jetzt Wok
Nichts, was ich nicht ankau!

Von frischen Hai'n in Friedrichshain
War ja schon zu lesen
Selbst für Nockerln aus Neukölln
Lockern wir die Spesen

Was allzu unverdaulich – sprich:
"Iss das ma' selbst – ich trau mir nich'!"
Verklappen wir als Berlin-Food
'nem Easyjetset-Tunichtgut

Seiten

RSS - Berlin abonnieren