Tiere

Gedichte, in denen Tiere die Hauptpersonen sind.

Brüllaffe & das vierhundertachtundsechzigste Gedicht

Brüllaffe

Wem man so alles im Garten begegnet. Das tatsächlich lauteste Tier der Welt. Versammelt sich jeden Morgen um halb Acht neben meiner Hütte und grölt.

Brüllaffe (Punks not dead)

Du musst nicht gut sein, aber laut
Wer hätte dir das zugetraut
Dass all die streng gesetzten Hürden
Dich gar nicht int'ressieren würden?
(Derweil sie denken, du kannst nicht versteh'n
Hangelst du dich von der Acht auf die Zehn)
Und mosert wer: "Ganz schön bequem!" - sagst du: "Nein
Die Lautstärke Halten kann anstrengend sein!"
Wo And're von And'ren Gelehrtes verwalten
Musst du stetig Nichts zu was Großem gestalten

Aguti & das vierhundertsiebenundsechzigste Gedicht

Baum des Reisenden

Wem man so alles beim Spaziergang begegnet. Aber jedes Mal zu langsam für ein Foto ist...!

Mahlzeit! (Heute ein Beutetier)

Aguti - nun, das klingt schon wie
Guten Appetit! und die
Anderen Tiere, die finden das auch
Die haben a guti Aguti im Bauch!

Kaiman & das vierhundertsechsundsechzigste Gedicht

Wem man so alles im Garten begegnet. Ich hatte die unruhigen Bewegungen im Teich hinter meiner Hütte immer für einen nervösen großen Fisch gehalten. Heute sehe ich: Es ist ein - wenn auch sehr kleines - Krokodil! Da habe ich mich schon gewundert. Im Bild unten rechts zwischen den zwei Halmen ein wenig zu erkennen.

Kindliches Schoßgedicht zur neckischen Angsteinflößung

Da ist
Ein Krokodil im Gartenteich!
Erwartete nur Krötenlaich
Rasch abgetaucht zwar, sah ich gleich:
Da harrte was im Gartenteich!

Was frisst
Im Gartenteich ein Krokodil?
In seinem Reich gibt's nicht so viel ...
Es will doch wachsen? Sicherlich
Wenn du kurz wegguckst - frisst es dich!

Hörnchen & das vierhundertfünfundsechzigste Gedicht

Costa Rica Eichhörnchen

Wem man so alles beim Spazieren begegnet. (Übrigens auch einem Dreizehenfaultier, aber das Foto ist schlechter)

Faulkatzl

Wer flitzt denn da ins Eichhornloch
Völlig auf Adrenalin?
Der Herr Oachkatz wollte doch
Schon letztes Jahr entzieh'n?!
Du bist du noch immer komplett unter Speed!?
Klar, hektische Flecken are all that we need!

Kannst du dort das Faultier sehen?
Das da hängt an zwei, drei Zehen
Und denkt: "Gott, was macht der da?
Hallo Brudi, komm mal klar!
Man ist eh nie schnell genug!
Sich so hetzen - Selbstbetrug!"

Das ist wie du ein Säugetier
Und deines Absturz' Zeuge hier
So nimm dir zum Vorbild und Ziele je-
Mand aus der Familie!

Waschbär & das vierhundertvierundsechzigste Gedicht

Cahuita Nationalpark

Wem man so alles beim Spazieren begegnet.

Unverziehenes

"Racoon! Racoon!" kräht
Und warnt der Hahn
Leider ein Huhn zu spät ...
So wie du, Deutsche Bahn!

Cahuita National Park & das vierhundertdreiundsechzigste Gedicht

Palmenviper

Wem man so alles beim Spazieren in Baumrinden begegnet! Die Auflösung zur Frage giftig/nichtgiftig liefert meine "Wild Animals of Costa Rica"-Faltkarte (ja, ich bin ein Nerd!): Es handelt sich um eine Palmenviper, ziemlich giftig.

Schlangenbegegnung

Hm. Die könnte giftig sein ...
"Schlimm, wenn man da schief liegt!" Nein,
Schlimm wär, wenn man so schief liegt
Dass man voll die Biege kriegt
Bis man flach am Boden liegt
Und die Lebenskraft versiegt!

Der Grund legt uns dann triftig nah
Dass dieses Tier wohl giftig war

Toronto & das vierhundertdreiundfünfzigste Gedicht

Traum und Wirklichkeit

Ein Brontosaurus aus Toronto
Räumte nachts im Traum sein Konto

Morgens sah der Bronto, yeah
Konto is ja gar nich leer!

Bahnhof Göttingen & das vierhundertachtunddreißigste Gedicht

Göttingen

Der erste Winter

Wer im Schnee die Meisen tötet
Wird es schwerlich spurlos tun
Jeder Schlachtplatz warnt errötet
Dass die Mörder niemals ruh'n

Schlucken erst die Sonnenblenden
Still und stetig das Verenden
Wird man jeder Wahl verwaisen
Im Jahrhundert ohne Meisen

Forchheim & das vierhundertfünfunddreißigste Gedicht

Forchheim

Ein Froschkeim in Forchheim!

Horch, ein
Storch beim
Forchheimer Markt!

Bringt er uns Babys?

Nee, sein Babe is'
Dort seit gestern
Eingesargt ...

Rückertweg & das vierhundertelfte Gedicht

Rückertweg Schweinfurt

Den Rückertweg am Main entlang ...

Reinekes Blues

Meine Fähe
War 'ne zähe
Bis der Bauer sprach:
"I mähe
Heit
Die Weid' -
Trotz Fuchsgeruch!"

Schon war die Fäh'
Nicht zäh genug!

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