Silvester & Wechsel

Silvester und Jahreswechsel und/oder Gesinnungswechsel im Vers.

Josesito & das vierhundertsiebenundachtzigste Gedicht

Aras am Josesito Strand

Wem man so am Strand begegnet.

Im Jenseits aller Erwartung

Wir müssen
Auf Flüssen
Wir sollen
Durch Stollen
Wir hätten
In Betten
Doch haben
Im Graben

Parque Central & das vierhundertfünfundfünfzigste Gedicht

San José Parque Central

Die Distinguierten

Wir schlendern umher wie durch sichere Zeiten
Als würd die Verlässlichkeit niemals gestutzt
Wir geben uns achtlos, wir schreiten und gleiten
Und selbst die Galoschen sind immer geputzt

Polizei und auch Policen
Blieben immer ungenutzt
Wir, die wir uns sorglos hießen
Haben jeder Angst getrutzt

Was für uns gegolten
Gilt schon längst nicht mehr
Unreinheit und Wolken
Reimen immer näh'r

Narrenhände
Schreiben schon
Unser Ende
In ihr Droh'n

Keiner
Sah
Die Ge-
Fahr

Wir schlendern umher wie durch sichere Zeiten
Als würd die Verlässlichkeit niemals gestutzt
Wir geben uns achtlos, wir schreiten und gleiten
Und selbst die Galoschen sind immer geputzt

Weißenburg & das vierhundertachtzehnte Gedicht

Weißenburg in Bayern

Der Moment, da

Ab dem Moment, da die Unerwartung den Weg zum Büffet alleine schafft
Sickert aus den Vorurteilen all die nie bewiesne Kraft

Welch fader Triumph, das Rezept zu entdecken ...
Nimm dir einen Teller und lass es dir schmecken!

Trottcomeback & das dreihundertsiebzigste Gedicht

Ziegelbrennerei im Hochland Madagaskars

Schon scheint es, man sei bereits Ewigkeiten wieder zurück - Zeit für ein Erinnerungsfoto von einer madagassischen Ziegelbäckerei.

Zweiter Anlauf

Und langsam glättet das Leben sich wieder
So sehr auch die Hektik dagegen sich stemmt
Es schlüpft unlasziv alle Last aus dem Mieder
Und bleibt in der Nackigkeit seltsam gehemmt

Spreiz dich aus, du alte Nervschildkröte!
Ich hab meine Glanzlosigkeit überlebt
Nun wird dir das Blech der fanfarischen Tröte
Mit rächender Geste ins Bauchfell gewebt!

Und dein ewig beutegeiles Hecheln
Auf jeder Spur von meinem Schwächeln
Bricht fortan aus dem Wanst als Stöhnen ...

Du kannst dich schon mal dran gewöhnen!

Blick nach oben & das zweihundertsechsundneunzigste Gedicht

Blick vom Eibsee

Laszives Massiv.

Die Abwesenheit von Wasser

Es scheut sich der Tag zwar, die Nacht zu berühren
Doch lässt sich das Nichts schon im Blinddarm verspüren
Selbst gröbste Selbstverständlichkeiten
Lümmeln sich auf beiden Seiten

Man wird's dir mit berstenden Grenzen erklären
Mit der Tendenz zum Ungefähren ...

Doch ist's, dass die Fülle der Schönheit nur blitzt
Weil in ihrer Hülle ihr Abwesen sitzt

Stuttgarter Kickers & das zweihundertsiebenundsiebzigste Gedicht

Stuttgarter Kickers GAZI-Stadion

Nach dem Wald ins Stadion. Ich reiche dazu ein dem Rahmen gemäßes Herrengedicht.

Verständnis, Miss!

Du forderst "Gleichberechtigung!"
Und scheinst dabei etwas gehetzt
Dreht sich doch die Welt mit geordertem Schwung
Du sagtest ja Gleich und nicht Jetzt

Auf der Durchreise & das zweihundertdreiundsiebzigste Gedicht

Rheintal Zugstrecke

Auf dem Weg nach/über Stuttgart. Jetzt nur Zwischenstopp, Sonntag bereits Tourstation.

Die Heldenhaften

Well, i stood grad
Dort in Stuttgart
Für den brüchigsten Bruchteil von einem Moment
Von Umstieg und Zustieg zur Heimfahrt getrennt ...

Hinter mir im Bleibenswerten
Treiben all die Umgekehrten
Rütteln am Baugerüst meines Entschlusses ...

Jeder Waggon scheint ein Wagnis, man muss es
Tun
Nun
Sitz ich im Zug
Die Willenskraft war wieder saftig genug!

Und schmeckt der Triumph meiner Tat auch recht schal
(Es war ja nur Stuttgart!) - das ist mir egal ...

Verrätergasse & das zweihundertzweiundsechzigste Gedicht

Verrätergasse Görlitz

Drei Tage Görlitz, Straßentheaterfestival. Verrätergasse, Abzweig Brüderstraße. Du hast die Wahl!

Auf- vs. Abstand

Hier die Gasse der Verräter
Falsche Überzeugungstäter
Die, sobald mal sie was melden
Wird zur Straße unsrer Helden

Transit & das zweihunderteinundzwanzigste Gedicht

Schiphol, Gate D86

Der Rückweg von Luxemburg zieht sich. Ein Zwischenstopp in Amsterdam. Plus Zwischenspurt zum letzten Gate-Zipfel des Flughafens.

Der letzte Finger

Transfer Schiphol, Gate D86
Die letzte Ausfahrt für ein Date in der Luft
Bevor ich dort boarde, neigt unlängst die Nacht sich
Und dämmernd umschleicht mich ein Sackgassenduft

Casino Baden-Baden & das hundertachtundsiebzigste Gedicht

Kurhaus & Casino Baden-Baden

Auch zwanghaft: Casino-Besuch. Alles zum Ausgang des Abends lesen Sie in Kürze (2017) im Buch zur Tour. Fotos vom pompösen Drinnen dürfen nicht gemacht werden.

Die anderen Rahmen

Die anderen Rahmen
Haben wandernde Namen
Und ich pass' da manchmal am Abend hinein

Ich geb' zu: Ich mag es
Doch zum Anbruch des Tages
Werd' ich nicht mehr im Bilde sein

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