Sex & Erotik

Gedichte zur körperlichen Liebe. Oft komplett nackt. Für noch mehr Klicks!

Ganges & das vierhundertzweiundzwanzigste Gedicht

Pilsen

Die Schönheit des Ganges

Hallöchenpopöchen, Ihr Götter da droben
Ich meld' mich, die Schönheit des Ganges zu loben:
Die grazile Gazelligkeit schreitender Beine
Der Damenbesetzung vom Straßenballett!

Mich treibt nicht der Geifer nach Fleisch - nur der reine
Augengenuss eines "Guck mal, wie nett
Flaumige FlaminGo-Go-Mädchen
Raumüberwindend durchstelzen dies Städtchen!"

Da, ein Knie federt wadenwärts über das Pflaster!
Und der Hüftschwung verglüht als in Backen gefasster
Betörend die Böden bezuckernder Guss ...

Nach dem ihr benanntet 'nen indischen Fluss!

Lippstadt & das vierhundertdreizehnte Gedicht

Lippstadt Kirche

Brave not brave enough

"Erlaubt mir, Durchlaucht, Eure Lippen zu küssen!"
(Mich deuchte, da vorher mal fragen zu müssen ...)

Im Rouge ihrer Scham fand sie zögernd den Mut
Sie fuhr sich gespannt durch das Haar und sprach: "Gut,
Dies sei Euch gewährt:
Wir vereinen die Münder für zwei, drei Sekunden!
Es scheint zwar verkehrt, doch den Irrtum wohl wert
Denn im wohligen Schauder soll vieles gesunden."

Irritiert starrt' ich nun auf den wartenden Mund, denn:
"Sorry, ich meinte die Lippen da unten!"

Exit Weinstraße & das vierhundertsechste Gedicht

Von der Weinstraße nach Basel ...

Auf der Weinstraße

So ein Weinstraßenkind möchte ich gerne sein
Ach, täglich verputzt' ich -
Kläglich verschmutzt - zig
Schoppen
Alle Hirten und Wirte
Hier lud ich dann ein
Mich bäuchlings zu poppen

Und ganz ohne Schrei'n
Bezahlten mich die Peiniger

Und als rektalen Reiniger
Führt' abermals mir Wein
Ich ein

Man soll ja nicht zu glücklich sein -
Ein stückweit hatt' ich einfach Schwein!

So genießet in Maßen:
Den Wein und die Straßen!

Stuttgart 2016 c & das dreihundertachtundneunzigste Gedicht

Schiller-Denkmal Stuttgart

In Stuttegart

Wie gern hab ich in Stuttegart
'Ner stutendoofen Nutte zart
Zum Start die Stube klar geputzt
Des Gartens Rasen grad gestutzt
Und dann statt wie gewohnt in bar
Bestanden, dass sie heute gar
Nichts zahlen müsste
Worauf sie mich arg artig küsste!
Denn Stuttegart lädt dazu ein
Mal gutartig statt stur zu sein

Hohentwiel & das dreihundertzweiundsechzigste Gedicht

Singen Hohentwiel

Auch wenn noch ein paar Madagaskar-Reprisen hier veröffentlicht werden, muss dieses Gedichttagebuch dem Umstand Rechnung tragen, dass ich bereits knapp zwei Wochen zurück bin im herbstlichen Deutschland und auch schon einige Tour-Stationen abgereist bin, die sich in der Warteschlange stauen. Z. B. Singen.

Romantische Zugfahrt

Von Singen bis nach Immendingen
Hatte ich sein Dingen drinnen

Der Halt in Engen war vergnüglich
Und meine Reiterei vorzüglich

In Hausach sagte ich "Gut Nacht!"
Und mein rosiger Hintern - er lächelte sacht

Frauenkirche & das zweihundertachtundvierzigste Gedicht

Frauenkirche München

... und das fünfte Gedicht aus der Reihe der Münchner Unzuchtverse.

Liebfrauenkirche - Dicht- vs. Deckkunst

Ich trat mitsamt dem Sauentierch'
An den Altar der Frauenkirch'
Und sprach: Oh, Herr!-lich ist das Poppen!
Nicht mal von den sauigsten Versen zu toppen ...

Strandbad & das zweihundertneununddreißigste Gedicht

Strandbad Wörthersee

Weiterhin im Strandbad.

Die Schwimmerinnen (und ich)

Bikini-entfliehendes Po-Gebacke
Spitz beschriene Spritzattacke
Rötlich in Nöten geratende Rücken
Triefend nass sich nach den Handtüchern bücken
Bald reglos aalend eingedöst
Bäuchlings verdeckend das Top-Teil gelöst
Achsel-entblößendes Von-sich-Gestrecke
Seufzend gemächliches Anmutsgerecke
Dessen Strahlkraft lasziv schon manch Iris beschien
Auch jüng'rer Herren Phantasien
Und honigmilchchloriger Sonnencremeduft
Entschwebt sich in regungslos bräsige Luft

Ich lieg ausgestreckt da, in frottiertem Gedanken
Auf sonnenerwärmten, schon farblosen Planken
Unter mir einladend schwappende Fluten ...
Doch ewigkeitsheuchelnde Sonnenminuten
Bin abkühlungssatt ich zu nichts mehr bereit
Und schenk' meinem Körper alleine die Zeit

Allgäu & das zweihundertachte Gedicht

Großer Alpsee

Letztes Souvenir aus dem Allgäu.

Heuer im Gäu

Ein Call-Boy im Allgäu
Wo eh überall Heu
Rumliegt und schon immer lag
Denkt: "Bevor ich jetzt dumm frag
Nehm' ich mir 'nen neuen Ballen."
Heu gehört im Allgäu allen

Unzucht München & das hundertunddreizehnte Gedicht

Isarauen

Zur Reise-Auszeit ein Heimatgedicht mit Isar-Plätschern. Aus meiner Reihe der Münchner Unzuchtverse.

Viktualienmarkt

Jed' Alien, der auf Erden parkt,
Geht auf den Viktualienmarkt
Was ihn dort enttäuscht, ist: Er hielt ja naiv
Das Wort Vik, tu Alien! für'n Imperativ

Amsterdam & das hundertundvierte Gedicht

Grachten bei Nacht

Amsterdam by night. Aber natürlich im Bereich der Fiktion (ich bitte, an dieser Stelle nicht nach einem Wortwitz zu suchen. So weit sind wir noch nicht.).

Fast treu (In De Wallen)

Beim Betrachten der Grachten
Begann ich zu schmachten
Da sprach - wenig sachlich
'Ne Dame vom Fach mich
Fast nackig auf 'nen Nachtisch an

"Sachte, Freund, sachte!" sagte ich mir
Verbrachte die Nacht aber trotzdem mit ihr

Wenn's wallt
Ist's halt
Nicht leicht für'n Mann

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