Religion

Weltreligionen und spirituelle Erhellungen sowie religiöse Bräuche, Themen und Protagonisten in Versen.

Septemberhimmel & das sechshundertdreiundsechzigste Gedicht

Septemberhimmel

Und ob ich schon wanderte

Kurz feiern wir die Überzahl
Schon stirbt uns einer weg

Gott, ständig wandern wir durchs Tal!
Und kommen nie vom Fleck

Nachwuchs & das sechshundertsechsunddreißigste Gedicht

Tempelaffe in Elephanta

Vielleicht Du?

Wie viel Minuten über der Zeit
Bist du aufs Geringste zu warten bereit?

"Nun, ich denk: mein ganzes Leben"

Solche Leute muss es geben!

Govinda & das sechshundertachtundzwanzigste Gedicht

Govinda oder Dahi Handi

Ghandi II

"Einer trage des anderen Last"
Oder "Einer betrüge den and'ren mit List"?
Entscheidet bald, wie viel du hast
Und auch von wie viel Wert du bist

Worli Sea Face & das sechshundertsiebenundzwanzigste Gedicht

Worli Sea Face

Ghandi

Ich mag die Romantik, ich mag auch den Lärm
Mögen die zwei auch einander sich hassen
Wenn ich vor dem einen vom anderen schwärm'
Scheint kurz eine Welt zu der andern zu passen

Morne Brabant & das fünfhundertachtundsiebzigste Gedicht

Strand am Morne Brabant

Die kuschelnden Propheten

Wir spielen Schnick-Schnack-Zung' schlägt Zahn
Mit der Sahnigkeit unsres Gemüts!
Wir ferkeln durch den Ramadan
Und hoffen, Jahwe sieht's!

Grand Bassin & das fünfhundertsiebenundsechzigste Gedicht

Am Grand Bassin

Och, Herr!

Och, Herr, schenk den Reichen ein langes Leben!
Die Armen sind einfach nicht so schön
Drum darf es sie gern etwas kürzer nur geben
Es lässt sich an Reiche viel besser gewöhn'n!

Schenk denen, die nach Stil nicht streben:
Ein Jahr McDonald's-Sparmenü!
Und lass die Reichen länger leben

Die Armut ist per se perdu!

Hütte 2 & das fünfhundertsechsunddreißigste Gedicht

Hütte am Isarufer

Der formale Zwilling zum gestrigen Text.

Im Haus der Frommen

Oh, nimm dein stets brütendes Herz in die Hand
Gesandter des Lächelns und Melkknecht von Resten!
Das Beste an uns ist das einende Band
Der Sand im Gemäuer der frommen Leuts Festen

Verbannte, die jenseits der Mauern verrohten
Uns testeten, festigten, ständig bedrohten
Veränderten nichts auf dem irdischen Scheibchen
Belasteten nur unsre fleischlichen Leibchen

Hütte 1 & das fünfhundertfünfunddreißigste Gedicht

Im Wald von Ludwigshöhe bei Ebersberg

Im Haus der Sünder

Oh, reiß dir das kalbende Herz aus der Brust!
Dann huste die Blutleere rosig und plünder'
Gesünderen Seelen entflohene Lust
Aus Musterregalen im Hüttchen der Sünder

Dort, prustend vor höhnischem Lachen, erspähten
Wir mündervereinigend Kalamitäten
Gleich von uns angepüstelten Sahnehäubchen
Und schlürften vom Boden verendete Täubchen

Panama & das vierhundertdreiundsiebzigste Gedicht

Oh, wie schön ist Ramadan

Oh, wie schön ist Ramadan
Und erst der Fünfjahresplan!
Das Glaubensbekenntnis und Leistungsprinzip
Die Nutzungserlaubnis - ich hab euch so lieb!

Ach, wie rar ist Schönheit erst
Die du frontal überfährst
Weil dir jed' Pamphlet gefällt
Das zerregelt diese Welt!

Oh, wie schön ist Ramadan ...
Nee, da haste dir vertan!

Cartago & das vierhunderteinundsechzigste Gedicht

Cartago Basilica of Our Lady of the Angels

Sakralbauten

Ich mach nicht drei Kreuze, ich mach nicht mal eins
Ich bin hier beim Abendmahl wegen des Weins
Doch kann ich mir auch nach drei Bier nich erklär'n
Wieso, irgendwie, wenn die Kirchen nich wär'n
Den Städtebesuchen ein Ankerpunkt fehlte
Den vorher vermutlich dies Bauwerk beseelte
Das all dem Gequake befehligt zu schweigen

Denn es spiel'n nicht die Menschen, es spielen die Geigen

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