Rüpeleien

Rüde Verse und Taten, die auf eine schlechte Erziehung schließen lassen!

Giessen & das zweihundertsechsundzwanzigste Gedicht

Giessen

Schmeichelnd: Städte, in denen du selbst das Schönste bist
#selfierechtfertigungen

Studentinnen mit Gefühlen

Auch wenn eure Hesslichkeit beißt, meine Süßen
Die Aufgabe heißt: Keine Träne vor Giessen
Das mag euch erschüttern, das mag euch verdrießen
Erzählt's euren Müttern - nicht mir, meine Süßen!

Nordsee & das zweihundertsiebzehnte Gedicht

Strand bei Westerland

Ein Off-Day On-Shore.

Strandkorb

Ihr Körper irrte übern Sand
Bis sie 'nen leeren Strandkorb fand

Der Korb gab ihr 'nen Korb, sprach: "Nein!
Dein Corpus passt hier gar nicht rein!"

Und schwer enttäuscht sank in den Sand
Ihr Mehrgewicht an Körper ein

Den Körben, die so uncharmant
Soll dieses eine Lehre sein!

Immenstadt & das zweihundertsechste Gedicht

Immenstadt Marktplatz

Warum auch immer. Was in Immenstadt entstand, soll mit Immenstadt in Verbindung bleiben. Vielleicht grad wegen der grundsätzlichen Berserkerferne.

Der Berserker

An jedem Platz könnte viel Schöneres wohnen
Diese Chance zu erhalten, würd' es sich doch lohnen
Das Nicht-Geniale einzureißen
Die schwachen Welpen tot zu beißen
Dem Schritt voran den Raum zu schaffen

Stattdessen nuckeln wir am laffen
Benzin der Kopien (zum privaten Gebrauch)

Mit gekappter Manie mag man die vielleicht auch

Noch höher & das hundertdreiundsiebzigste Gedicht

Auf dem Schlossberg Würzburg

Schlecht drauf, oder was? Erste Abrechnungen - und das zum Nicht-Mal-Zenit der Tour?

Über Fragen

Fragst mich, warum ich Menschen hasse?
Weil sie diesen Moloch der geltenden Masse
Bilden
Ungebildet bleiben
Eingebildet übertreiben
Frag mich, wieso sollt' ich wohl weiterhin schreiben!

Weil das Doofe der Welt sich fragen soll:
"Was hört der Kerl nicht einfach auf?"
Die Blasierten der anderen Seite sich voll
Echauffier'n soll'n: "De Aff' schafft's net wekklisch hier nauf?!"
Und so gedopt, verheiz' ich mich
Dass nichts je meinem Eifer glich

Erst, wenn alles schreit: "Hey, wir könn'n nichts erkennen!
Da muss doch was sein?! Sag, was müssen wir wissen?"
Werd' ich mich von dem Schreiben trennen
Schweigen. Vor - letztlich versandenden - Rissen

Mainz & das hundertfünfundsechzigste Gedicht

Mainzer Dom

In Mainz. Etwas Dom und etwas dumm.

Mainz & Meinung

Mainz sei irg'ndwie nicht so deins
Schon so rein vom Charme des Rheins
Seist du eig'ntlich abgetörnt
Meinst, die Lesson sei gelörnt

Fein, nun weiß man, dass du Spast
Scheint's zu Mainz 'ne Meinung hast

Ritter Butzke & das hundertundsechzehnte Gedicht

Alexanderplatz

Mal wieder in Berlin. Und endlich mal wieder in der Ritter Butzke. Nach dreimal Schwänzen.

Ritter sein

Ich würd' ja gern ein Ritter sein
Dann tränke ich zwei Liter Wein
Bloß um im nächsten Schritt zu schrei'n:
"Da passt auch noch ein dritter rein!"
Dann tät' - um wieder fit zu sein
Ich in den Pool von Britta spei'n

Die schaute wohl verbittert drein
Doch ich, ich würde Ritter sein
Wenn wer vor Wut entrüstet' sich
Stünd' immer gut gerüstet ich

Mariánské Lázně & das hundertundelfte Gedicht

Goethe Denkmal Marienbad

Mit Gruß vom Goethovo náměstí in Mariánské Lázně.

Dammbruch des Gegeneinwands

Das, was für Goethe gut war
Ist für die Güte Gott
Das war dir zu abstrakt? Na,
Dann stirb doch und verrott!

Amsterdam & das hundertundzweite Gedicht

Gassen Amsterdam

Mit gewogenen Grüßen aus Amsterdam.

Mähliche Engelnähe

Ich kann nun mal nicht ändern, dass
Ich ständig ans Gemächt mir fass'
Erst dann füll' deine Kaffeetass'
Ich mach' das alles nicht zum Spaß!

Die Welt ist halt kein Wunschkonzert
Und manches läuft hier grundverkehrt

Es sind Massen betroffen von Hunger und Kriegen
Wie soll ein Poet all dies Elend besiegen?

Doch, Baby, lass dir deinen Glauben
An eine bessre Welt nicht rauben!
Ich finde es bewundernswert
Wie dich dein Optimismus ehrt

Und klebt auch jetzt noch dann und wann
Am Tassenrand ein Sackhaar dran
Ich stopp das - eines Tages, maybe
Wir können Dinge ändern, Baby!

Potsdam & das fünfundneunzigste Gedicht

Kolonie Alexandrowka

Potsdam. Flaneurpromenade meiner Berliner Zeit. Aber zu viel Idylle reizt auch. Selbst in der Kolonie Alexandrowka.

Nichts Schlechtes über Potsdam

Du nennst dich selbst nur Nachgeburt
Gesäßabszess und Randgewächs im hehren Glanz Berlins
Du, liebes Potsdam, richtest dich
Fatal brutaler, radikaler als du, Potsdam, es verdiens'
Schimpfst dich verzog'ner Kinder Stube
Und Möchtegerners Jauchegrube
Sag, glaubst du, Potsdam, selbst den Mist
Dass du statt Stadt nur Kotzkram bist?

Da schaut die Stadt mich an und klagt:
"Das hab ich alles nie gesagt!"

Wie bitte? Stimmt. Das war ja ich
Na, wie gesagt, es stimmt ja nich'!

Easy Isar & das zweiundachtzigste Gedicht

München Isarauen

Die zweite zweitägige Tourpause, die zweite Erkältung. Warum muss man sich gerade dann, wenn man sich erholen sollte, am dreckigsten fühlen? Zumindest das Isarufer hat sich von einer freundlichen Seite gezeigt, den folgenden Text aber nicht verhindern können.

WeltLebenArschloch

Hallo, altes Arschloch Leben!
Magst du mir wieder Saures geben?
Das schier mich in die Knie zwingt
Und scheue Euphorie durchdringt
Bis von dem Takt der Niederschläge
Ich zermartert, lull und träge
Kraftlos und berapplungsmüde
Letztlich optimismusprüde
Niederstrecke meine Waffen?!

Denkst du echt, das könnt'st du schaffen?

Anstatt mich hier ständig zu terrorisieren
Solltest du endlich die Welt korrigieren!
Die auch vom Trog des Daseins frisst
Und so wie du ein Arschloch ist

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