Rüpeleien

Rüde Verse und Taten, die auf eine schlechte Erziehung schließen lassen!

Trottcomeback & das dreihundertsiebzigste Gedicht

Ziegelbrennerei im Hochland Madagaskars

Schon scheint es, man sei bereits Ewigkeiten wieder zurück - Zeit für ein Erinnerungsfoto von einer madagassischen Ziegelbäckerei.

Zweiter Anlauf

Und langsam glättet das Leben sich wieder
So sehr auch die Hektik dagegen sich stemmt
Es schlüpft unlasziv alle Last aus dem Mieder
Und bleibt in der Nackigkeit seltsam gehemmt

Spreiz dich aus, du alte Nervschildkröte!
Ich hab meine Glanzlosigkeit überlebt
Nun wird dir das Blech der fanfarischen Tröte
Mit rächender Geste ins Bauchfell gewebt!

Und dein ewig beutegeiles Hecheln
Auf jeder Spur von meinem Schwächeln
Bricht fortan aus dem Wanst als Stöhnen ...

Du kannst dich schon mal dran gewöhnen!

Hölderlin & das dreihundertachtundsechzigste Gedicht

Altstadt Tübingen.

Altstadt Tübingen.

Der Hölderlin

Ach, hol dich doch der Hölderlin!
Du Hasenheld auf Heroin
Willst prompt 'ne grade Linie zieh'n?
Bist grad vier Wochen trübnisclean!

Denk dir, ich habe kein Christkind geseh'n!
Und wenig Verbindliches ist im Entsteh'n ...
Warst du nicht viel zu häufig hier
Als nicht gebuchtes Musketier?
Unsre Niederschlagsmenge schluckt kein Kokain!

Schon holt er dich, der Hölderlin ...

Helgolandfähre & das dreihundertdreizehnte Gedicht

Hafenausfahrt Hamburg

In Spuckweite der Versöhnung ...

Das Streitgespräch

Ich werde dir ins Gesicht kacken
Denn mir fehlt grad die Zeit für mehr Feinsinnigkeit
Ich will dir ein teigiges Stinkbrikett backen
Bin's Argumentieren erniedrigend leid
Mich drängt nichts danach, deinen Weg zu versteh'n
Ich mag dich schlicht nicht länger unbekackt seh'n
Ich warn' mich schon selbst: "Halt jetzt bloß deinen Mund
... und öffne deinen Hosenbund!"

Tegernsee & das zweihundertneunzigste Gedicht

Tegernsee

Kurze Tourpause mit langen Aufenthalten an Seen. Today: Tegernsee.

Gewissenlos (oder Das Los der Gewässer)

"Wie sieht's aus, Herr Tegernsee
Woll'n'wa dich heut ärgern?" "Nee!"

Nun, solch ein Protest wird ihm schwerlich was nützen ...
Man muss Gewässer besser schützen!

Leipzig Mitte & das zweihundertdreiundachtzigste Gedicht

Bahnhof Leipzig Mitte

Bahnhof Leipzig Mitte. Tief gesunken, groß geraten.

Genug

Heikle Schnitte durch die Kehle
Vorlaufdritte, Ukulele
Angepisste Islamisten
Schleimhautzyste, Popos fisten
Kopftuchnot der Rechtsmuslima
Pokemon und Konfi-Beamer
Infernal und Staatsgewalten
Alle mal die Fresse halten!

Publikum & das zweihundertsiebzigste Gedicht

Fesselballon über dem Englischen Garten

Oben: Idylle. Unten: Abgründe.

Poetry Slam

Diese Masse an Menschen! Und alle verdauen!
Wie sollt' als Ästhet ich mich nun noch getrauen
In diesen Morastpulk mein Lied zu versenken
Da alle an Glied- oder Scheidenstrom denken
Um schon in der Pause ein Meer voller Pisse
In Kübel zu strullern? Wo ich doch gewisse
Ideale von Schönheit zu gern propagiere ...
Vor Körpern, den'n Kotknetung und Uriniere
Das einzige Gebot der Zeit
Führt solcher Anspruch bloß zu Leid

Drum geh nicht den Weg über weit're Verkopfung
Sondern quäle die andern und sorg für Verstopfung!

Zgorzelec II & das zweihundertsechzigste Gedicht

Zgorzelec Kulturpalast

Drei Tage Görlitz, Straßentheaterfestival. Rübergemacht.

Eklat c'est moi

Das Kälbchen tippelt durch das Gras
Das Schwälbchen gibt beim Fliegen Gas
Das Welpchen hat an allem Spaß
Mein Selbchen sehnt sich nach Eklats

Görlitz & das zweihundertachtundfünfzigste Gedicht

Altstadt Görlitz Silhouette

Drei Tage Görlitz, Straßentheaterfestival.

Old School

Verzeihen Sie die Schlägereien
Die ich fröhlich diktierte dem Vers und der Hand
Weil ich jeden Faustkick als pure Romantik
Und Lebensbeweis aller Dichtung empfand
Als ging es um Kräfte, Organe und Säfte
Ums alte Gehöft für das erstmals Geäffte ...

Ich hab mich verschätzt, man mag mir das verzeihen!

Und schau teilzeitvergrätzt auf das Strohfeuerspeien

Olympiaberg & das zweihundertdreiundfünfzigste Gedicht

Olympiaberg

Noch anderthalb Tage Freizeit, bevor es wieder auf Tour geht.

Die Ärsche der Anderen / Generation Y

Nach dem Abi-Ball in die Charakter-Arthrose
Man postet gemeinsam ein "Ich - ich - ich!"
Empfängt jedes Like wie 'ne Baccararose
Und taggt seine Schwüre mit #weißichnochnich
Man wittert die lauernden Niederlagen
Und fordert vom Leben, mal fairer zu sein
Die Überauswahl lässt sich kaum noch ertragen
Drum richtet man sich im Ironischen ein
Und kommt überein, es sei wichtig im Leben
Sich selber mal - Yolo! - 'nen Arschtritt zu geben

Lasst den Fokus der Welt von dem hehren Ich wandern!
Entdeckt mal als Ziele: die Ärsche der Andern!

Dallmeyer & das zweihundertfünfundvierzigste Gedicht

Dallmeyer München

Das vierte Gedicht aus der Reihe der Münchner Unzuchtverse.

Dallmeyer

Das, was ich hier im Schwall reiher'
Ditt koofte ick bei Dallmeyer
Ja, der'n Zeig is' auch nach dem x-ten Zerkau'n
Noch stets appetitlich und schön anzuschau'n!

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