Ostern & Weihnacht

Die thematische Einteilung meiner Gedichte ist im Gange. Hier finden Sie in Zukunft alle Gedichte, die zu Weihnachten oder Ostern aufzusagen sind!

Tor 2 & das siebenhundertsechzehnte Gedicht

Weihnacht am Berliner Hauptbahnhof

Dies' Jahr keine Geschenke ...

Kerzen! Schmerzen? Herzinfarkt.
Einsargt vorm Weihnachtsmarkt ...

Adventskalender & das siebenhundertvierzehnte Gedicht

Entenpaar im Tegernsee

Nicht wundern, wenn die nächsten Gedichte zunächst etwas kürzer geraten - das bessert sich zusehends: Aus gegebenem Anlass wird dieser Blog zum Adventskalender mit ein- bis 24-zeiligen Gedichten.

Adventskalender

24 Stunden
Sind jetzt überwunden

Ich öffne ein weiteres Tor zum Advent

Das entspricht ja brutal
Ganz genau jener Zahl
Die man schon von seinem Kalenderchen kennt

Osterbrunnen & das fünfhundertvierundfünfzigste Gedicht

Osterbrunnen in Rothenburg ob der Tauber

Restlos Ostern

Zu Ostern lobt der Thorsten statt
Bravo-Popstern-Posterstars
Fest und brav den Osterhas'

"Es ist", döst Thorsten, restlos satt
"Ein volles Nest mit bunten Eiern
'n toller Grund, ein Fest zu feiern!"

Pazifikküste & das vierhundertzweiundachtzigste Gedicht

Villa Romantica

Weihnachtsbotschaft

Wer zur Weihnacht
Sehr zum Wahn neigt
Muss zur Andacht
Bis er einweicht!

Calypso Christmas & das vierhundertachtzigste Gedicht

Cahuita

24. Dezember

Der Reggae-Gitarrero versucht auf's Beste
Aufzuspiel'n zum Weihnachtsfeste
Mit 'nem Jingle Bells, das seinen Rhythmus nicht hält
Und immerfort in einen Off-Beat verfällt
Feliz Navidad und Marihuana
Tell the free men: Ick been Costa-Ricaner!
Ich wippe mit, gefallensblind
Bin mit Chuck Jesus Krippenkind
Gebt mir noch etwas Alkohol
Und stoßt mit an aufs Weihnachtswohl!
Ganz in Marias Schoß versunken
Stimm ich mit ein, schon großbetrunken:
Three Little Birds und Gonna be alright
Frohe, frohe Weihnachtszeit!

Nikolaus & das vierhundertneununddreißigste Gedicht

Isarwehr

Ripostegedicht zu "Knecht Rupprecht" von Theodor Storm, dessen abschreckende und erzieherische Wirkung über die Jahre etwas einzusacken droht.

Magd Knappragd

Magd Knappragd hieß das böse Vieh
Ihr Defizit an Empathie
Empfahl sie schon früh
Als mit echtem Vergnü-
Gen züchtigend prügelnde Knechtassistentin
Obschon 's Gottes Sohn echt krass empfand, wenn sie'n
Sperriges Gör mit dem Schlagring bedrohte
Es hieß: "Bei der Knappragd gibt's irgendwann Tote!"

Wo der Rupprecht sich manchmal das Schlagen erspart'
Blieb die Strafe der Magd immer unverzagt hart
Sie nahm mit ihren ehernen Prügel
Die Unartigkeit wahrhaft stramm an die Zügel
Auch entlockten ihr weder Gejammer noch Tränen
Je mehr als ein zähneentblößendes Gähnen
Geriet auch mancher Schaden groß
Die Magd blieb standhaft gnadenlos

Es müssen, ganz klar, im beruflichen Leben
Grad gewalterzieh'nde Frauen
Selbstlos immer alles geben
Und doppelt hart wie gerne hauen

Doch es mehrten sich erstmals auch kritische Stimmen
Dass der Chor der Schmerzensschreie
Vom schändlich adventlichen Blagen-Vertrimmen
Unser Weihnachtsfest entweihe ...

Jahrs drauf - da war autoritär
Plötzlich nicht mehr populär
So dass Magd Knappragds Boss beschloss
Nicht fortzufahren wie bisher
So sehr man's jahrelang genoss
Der Weihnachtsmarkt gäb's nicht mehr her
Man dürfe die Trends unsrer Zeit nicht verschlafen
Und der Nachfragerückgang an härteren Strafen
Sei so eklatant
Dass man letztlich befand
Im Züchtigungssektor 'ne Stelle zu streichen
Denn eine Kraft würde da allemal reichen
Wenn in dieser Phase der Harmonie
Hier jemand zu viel ist, so sicher doch sie

Magd Knappragd, die ja nücht mehr jung
Verstand sich nur auf Züchtigung
Bald machte man ihr klar, sie war
Nicht anderwärts vermittelbar

So musst', da die joblosen Tage sich jährten
Ihr hartes Herz noch mehr verhärten

Und neue Kinder kam'n ins Land
Gewannen gar die Oberhand
Kaum abgeworfen von den Storchen
Wollten die nicht mehr gehorchen
Knecht Rupprecht, der alleine war
Fühlt' alsbald sich 'nem Burn-Out nah
Er rief: Ey, Christkind, überreiz
Hier nicht die Geschichte vom heiligen Geiz!
Diese Gör'n sind so blöd wie verhaltensstur
Kackfrech, gierig und entgrenzt im Verhalten
Hey, wir hab'n doch grade Konjunktur!
Und die Zeit, einen Stellenausbau zu gestalten
Um dann zu vollbring'n, was die Eltern nicht schafften
Die Satansbräten zu entsaften
Jene vorlauten Paschas mit ADHS
Die quenglig-verwöhnte "ich mag nicht"-Comtesse
Die - so wie DU! - egomanisch verdorben!

Nun, Magd Knappragd hat sich auf die Stelle beworben ...

Die Osterseen & das zweihundertvierundvierzigste Gedicht

Iffeldorf

Da war doch was, sagen mir die Pusteln nach dem Badeausflug zu den Osterseen. Zeit für eine Merkhilfe in Versen.

Die Osterseen

Gut, vor Ostern geh ich eh
Niemals an den Ostersee
Doch, so riet mir wer diskret
Nachher sei's auch schon zu spät
Weil der Wasser frühe Wärme
Brüte wahre Mückenschwärme

"Wann," fragt ihr, kurz vorm Versteh'n
"Ist's denn ratsam hinzugeh'n?"

"Immer!" preist die Stadtreklame

Mehr weiß der Gewässername ...

Osterspaziergang & das hundertundneunte Gedicht

Osterseen

Über Ostern Pause gemacht. Auch hier im Blog. Und dennoch an Euch gedacht:

Ostersuche

Tradiert durch Gottes Kind und Sohn
Drapier ich meinen Finderlohn
Mit aus Ritzen stibitzten Eier-Color
Das der Hase, der nächtens im Weiher erfror
Dort sorgsam für seine Würfe gehortet
'S ward von mir gierig mit Spürsinn geortet
Und auch der Kakaomassenhohlraumfigur
Kam ich schlussendlich auf die Spur
Steckt da, in des Leichnams Backentaschen
Noch lecker süßer Kram zum Naschen?
Ist das, was zuletzt seinen Magen gefüllt
Eventuell von Schokolade umhüllt?
Ich geb' keine Ruh, bis ich jedes entdecke
Der Schleckerei'n trächtigen Hasenverstecke!

Doch den Beutezug werd' zum Dekors ich drapieren
Und klug schaff' ich in meinem Nest
Ein Plätzchen, um drinnen den Sinn zu zentrieren
Von dem ich träume, treu und fest
Denn
Jede Suche macht nur Sinn, wenn
Wir in ihr was andres finden

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