Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

Blutenburg & das dreihunderteinundsiebzigste Gedicht

Schloss Blutenburg

Zeit für Herbstspaziergänge durch München.

Blutenburg

Heute muss die Burg bluten
Besonders die Guten
Sie soll'n nun blutend Buße tun

Weil all ihre Talente ruh'n
Die dieser Welt fehlen
Da sie ihr Geld zählen
Doch inbrunstarm zu wenig wollen

Wohlan, die Köpfe sollen rollen!

Trottcomeback & das dreihundertsiebzigste Gedicht

Ziegelbrennerei im Hochland Madagaskars

Schon scheint es, man sei bereits Ewigkeiten wieder zurück - Zeit für ein Erinnerungsfoto von einer madagassischen Ziegelbäckerei.

Zweiter Anlauf

Und langsam glättet das Leben sich wieder
So sehr auch die Hektik dagegen sich stemmt
Es schlüpft unlasziv alle Last aus dem Mieder
Und bleibt in der Nackigkeit seltsam gehemmt

Spreiz dich aus, du alte Nervschildkröte!
Ich hab meine Glanzlosigkeit überlebt
Nun wird dir das Blech der fanfarischen Tröte
Mit rächender Geste ins Bauchfell gewebt!

Und dein ewig beutegeiles Hecheln
Auf jeder Spur von meinem Schwächeln
Bricht fortan aus dem Wanst als Stöhnen ...

Du kannst dich schon mal dran gewöhnen!

Hölderlin & das dreihundertachtundsechzigste Gedicht

Altstadt Tübingen.

Altstadt Tübingen.

Der Hölderlin

Ach, hol dich doch der Hölderlin!
Du Hasenheld auf Heroin
Willst prompt 'ne grade Linie zieh'n?
Bist grad vier Wochen trübnisclean!

Denk dir, ich habe kein Christkind geseh'n!
Und wenig Verbindliches ist im Entsteh'n ...
Warst du nicht viel zu häufig hier
Als nicht gebuchtes Musketier?
Unsre Niederschlagsmenge schluckt kein Kokain!

Schon holt er dich, der Hölderlin ...

30 Jahre unzerstörbar & das dreihundertfünfundsechzigste Gedicht

Marilyn's Army 2016

Irgendwie im Nachhall der Afrikareise untergegangen: Das neue Album "Dies ist nur 1 Test" zum 30jährigen Bandjubiläum von Marilyn's Army. In diesem Jahr zwischen den ersten 160 Auftritten und 360 Gedichten entstanden. Eigentlich ein Wunder - welchem hier mit einem weiteren Songtext vom Album gehuldigt sein soll. Album anhören!

Im Einsatz

Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten den Strand
Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten das Boot

Was soll ich sagen, wenn der Assistent fragt:
Bist Du Dir sicher, dass noch was passiert?
So etwas lässt sich leider nie vorausahn'n
Aber irgendetwas stört mich hier

Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
Ich bin mir sicher

Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten den Strand
Dort ist der Strand, dort ist das Boot
Wir beobachten den Strand
Und beobachten das Boot

Hohentwiel & das dreihundertzweiundsechzigste Gedicht

Singen Hohentwiel

Auch wenn noch ein paar Madagaskar-Reprisen hier veröffentlicht werden, muss dieses Gedichttagebuch dem Umstand Rechnung tragen, dass ich bereits knapp zwei Wochen zurück bin im herbstlichen Deutschland und auch schon einige Tour-Stationen abgereist bin, die sich in der Warteschlange stauen. Z. B. Singen.

Romantische Zugfahrt

Von Singen bis nach Immendingen
Hatte ich sein Dingen drinnen

Der Halt in Engen war vergnüglich
Und meine Reiterei vorzüglich

In Hausach sagte ich "Gut Nacht!"
Und mein rosiger Hintern - er lächelte sacht

Rückreise & das dreihundertsechzigste Gedicht

Madagaskar Stilleben

Abschied von Madagaskar und den Seychellen. Über Abu Dhabi.

Vom anderen Ufer

"Weh mir, Emir,"
Sprach ich panisch, "Piraten!

Aus den arabischen Emiraten

Alle Welt bangt vor ihr'n
Rabiaten
Taten und Matern an Patern!"

Da war der Rat vom Emir:
"Lieber Rabbi, eh dir

Die Art der Piraten 'nen Alptraum bereite:
Die Jungs sind seit Samstag auf unserer Seite!
Selbst gläubigste Räuber treibt stets, so gelob' ick
Gewinnmaximierend Gesinnungsaerobic!"

Morondava & das dreihundertzweiundfünfzigste Gedicht

Am Strand von Morandava.

Am Strand von Morandava.

Über den Gewässern (minimalblasphemisches Seefahrergedicht)

Über den Gewässern
Ist die Luft, die dem Land fehlt
Alles würd' sich verbessern
Wenn ihr Allah mal abwählt!

(Allein deshalb wurd' hier der Freund Allah erwählt
Weil ihn der A-L-Laut so aalig begelt
Die übrigen Götter sind - in aller Kürze
Nur minimal divergent riechende Fürze)

Great Tsingys & das dreihundertachtundvierzigste Gedicht

Great Tsingys of Bemaraha

Weltnaturerbe Tsingys. Gefährlicher Ort. "Vazaha!" wird in den Dörfern jedem Weißen fröhlich hinterher gerufen und bedeutet so viel wie "Fremder!".

ResErwartet

Was ich ihr in den Gin gieß
Hoch oben in den Tsingys
Weiß einzig jener Papagei
Der warnend rief: "Geh heim, Miss!"

Es war ja kein Geheimnis
Dass jener Vazaha Gin eingieß
Und manche von den Tsingys stieß

Und heut war sie halt an der Reih'!

Afrikanische Fähre & das dreihundertsechsundvierzigste Gedicht

Fähre über den Tsiribihina

Der Weg zum Weltnaturerbe Tsingys. Zwei Boote, Brett drüber, Autofähre fertig!

Don't pay the Ferry, man!

Autofähre, Autofähre
Wenn das mal so einfach wäre
Doch nur durch Rüber-und-Zurück
Verändert sich die Welt kein Stück

Zweimal Rüberzufahren - als erste Lektion
(Ohne Zwischenzurück!) überfordert dich schon
Und gleich "Das geht nicht!" rumzuschrei'n!
Ich frag mich, wie dumm kann man sein?!
"Bla, bla, erst rüber, dann zurück...!"
Du bist ein derart blödes Stück ...

Als wenn das eine Lösung wäre
Autofähre, Autofähre

Real bad road & das dreihundertvierundvierzigste Gedicht

Straßenbaobabs auf dem Weg zum Weltnaturerbe Tsingys

Der Weg zum Weltnaturerbe Tsingys. Auf die Frage, ob man diese Straße auch zur Regenzeit befahren kann, bricht der Fahrer in schallendes Gelächter aus.

Moment der Besinnung vorm Betätigen der Fensteröffnerkurbel

Was ist leichter zu ertragen:
Hitze oder Staub im Wagen?

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