Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

Anse Laszio & das eintausendeinhundertachtundvierzigste Gedicht

Sonnenuntergang am Anse Laszio auf Praslin

Ripostegedicht zu Bert Brechts „Komm Mädchen, lass dich ...“

Das generische Maskulinum

Komm dorthin, wo da steh‘n
Die Mädchen und der Hopfen!
Ins Leben lass dich geh‘n
Und Dir das Herz verstopfen!

Das geht bis in die Füße!
Und ist die Wurzel wund,
So bunkre für dich Grüße -
Sag: „Danke, bin gesund!“

Die höchste Krone gilt
Dem Duttenpracht-Entblößer!
Die Sorgen werden mild,
Des Lebens Freuden größer.

Der Blick streift meist zu eilig -
Am Bauch verweilt mein Mund!
In Lieb und Lust wird heilig
Der Erdenkugel Rund.

La Digue & das eintausendeinhundertsiebenundvierzigste Gedicht

Anse Source D‘Argent

Die Leichtigkeit der Mählung

Komm, lass uns einander verbindlichst verbinden!
Wie sollten wir zwei noch was Besseres finden?
Klingt das zu bescheiden? Den Neidern vielleicht.

Die grämt, was uns beiden an Lebensglück reicht.

Haus der Kunst & das eintausendeinhundertvierundvierzigste Gedicht

Haus der Kunst München

Tagediebe unter sich

Vertraue aufs "Das haut schon hin!"
Und hau' dich auf die Couch mit rinn!

Oachkatzl & das eintausendeinhundertdreiundvierzigste Gedicht

Eichhörnchen auf dem alten Südfriedhof

Crossover-Ripostegedicht zu Leopold Sedar Senghors "Gedicht für meinen weißen Bruder" und Robert Gernhardts "Gesetz den Fall, ihr habt ein Schaf gekränkt".

Angeschwärzt

Gesetzt den Fall, das Schaf ist schwarz -
(wie schnell fällt dann der Satz: "Das'n Fall fürs Gesetz!"?) -,
Und du weißt, weiß strahl'n all deine sichtbaren Parts,
Wenn der Schäfer fragt: "Wer's'n der Sündenbock jetz?"

Dann gibt's keinen Klär- oder Kränkungsbedarf,
Weil ein Blick unsrer Herde die Weißheit beweist:
Verbockt hat's, klar, das schwarze Schaf -
Erst recht, wenn es Obamäh! heißt!

Sagt jetzt nicht: "Schwarz ist farblich doch eh am Ende!
Da kann man sich jedwede Tönung auch schenken!
Nichts, was schwarzes Schaffen mit Chef-Sein verbände -
Da darf man ein Schaf auch mal schärfer für kränken!"

Ein gutes Wollgeknäuel zu tragen,
Liegt auf jedem Fell in der Schafe Natur,
Drum drängt euch nicht zum Kränken-Wagen -
Als stünden wir nicht vor der selben Rasur!

Kristalltherme & das eintausendeinhundertvierzigste Gedicht

An der Kritalltherme Ludwigsfelde

Von Empfindlichkeiten

Die Helligkeit des Simulierten
Ist Wirklichkeiten nicht erlaubt!

Drum rügen sie die Angeschmierten:
"Seid selber schuld, wenn ihr das glaubt!"

Abladen & das eintausendeinhundertachtunddreißigste Gedicht

Kräne am Hamburger Hafen

Februarsonne

Der Frühling küsst schon wieder mit Zunge!

Doch fragt's mich, ob der alte Junge
Es wirklich mit mir ehrlich meint.

"Zu früh ist's!", blitzt's in den Taschentuchfahnen,
Die dutzendnäsig wringend warnen,

Dass alles noch gefährlich scheint!

Von der Plaza & das eintausendeinhundertsechsunddreißigste Gedicht

Von der Plaza der Elbphilharmonie

Den Vernetzten beißen die Hunde

Wer durch die Berge Wissen irrt,
Merkt spät, wenn er gebissen wird!

Staudham & das eintausendeinhundertfünfunddreißigste Gedicht

In Wasserburg Staudham

Verhaltenes Comeback

Was wir an schon Gewussten bargen
Im innbeschleiften Wasserburg,
Hat nicht so viel Gepäck ertragen,
Dass ich noch mal ins Nasse gurk'.

Kulisse & das eintausendeinhundertvierunddreißigste Gedicht

Kulisse Münchner Straße in der Bavaria Filmstadt

Filmreife

Zwei Rollen Film rollt mir herbei!
Ich mag mich draus entwickeln -
In Dunkelkammermunkelei
Mich aus dem Nebel frickeln.

Im altgedienten Zelluloid
Konnt' ich stets was erkennen -
Im Wert diffus, doch was mich freut:
Es lässt sich nun benennen!

Restplätze & das eintausendeinhundertdreißigste Gedicht

Stuhlreihen im Nationaltheater der Bayerischen Staatsoper

Zum Output

Plagt mich die Angst vorm leeren Blatt?
Ich sage: "Nö." - das Blatt bölkt: "Wat?!
Der Herr hier ist doch voll der Schisser,
Vor Leere In-die-Hos-sich-Pisser!
Wär er nicht von solch Angst getrieben -
Wir wär'n noch beide unbeschrieben!"

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